Perfect Days von Wim Wenders: Tokios stiller Held

Perfect Days von Wim Wenders erzählt von Hirayama, einem Toilettenreiniger in Tokio, der sein einfaches Leben mit erstaunlicher Zufriedenheit führt. Der Film stammt aus dem Jahr 2023 und war für Japan als Bester internationaler Film für den Oscar nominiert. Wer glaubt, ein Film über das Putzen öffentlicher Toiletten könne keine Schönheit bergen, wird eines Besseren belehrt. Wenders richtet seinen Blick auf das, was viele übersehen: den stillen Rhythmus eines Tages, den Klang einer Kassette, das Licht durch die Blätter. Aus einem unscheinbaren Alltag entsteht ein leises Plädoyer für die Achtsamkeit im Augenblick.
- Regie führte Wim Wenders, der das Drehbuch gemeinsam mit Takuma Takasaki schrieb.
- Hauptfigur ist Hirayama, der in Tokio öffentliche Toiletten reinigt.
- Der Film begleitet Hirayama bei seiner Arbeit, seinen Pausen und seinen abendlichen Ritualen in Tokio.
- Musik spielt eine zentrale Rolle, unter anderem Songs von Lou Reed, die Hirayama auf Kassetten hört.
- Japan war mit Perfect Days in der Oscar-Kategorie Bester internationaler Film nominiert.
Das Wichtigste in Kürze
Perfect Days ist ein japanisches Drama von Wim Wenders aus dem Jahr 2023. Im Mittelpunkt steht Hirayama, ein Toilettenreiniger in Tokio. Der Film folgt seinem ruhigen Alltag über mehrere Tage und war für Japan in der Kategorie Bester internationaler Film für den Oscar nominiert.
Perfect Days von Wim Wenders: Ein stiller Film über den Reiz des Augenblicks
Stellen Sie sich einen Film vor, in dem fast nichts passiert, und der Sie trotzdem nicht mehr loslässt. Genau das ist Perfect Days, ein japanisches Drama aus dem Jahr 2023 unter der Regie von Wim Wenders. Das Drehbuch schrieb Wenders gemeinsam mit Takuma Takasaki. Für Japan war der Film in der Kategorie Bester internationaler Film für den Oscar nominiert.
Im Mittelpunkt steht Hirayama, ein Mann, der in Tokio öffentliche Toiletten reinigt. Sein Tag folgt festen, ruhigen Routinen. Er hört Musik von Kassette, liest vor dem Schlafengehen, gießt seine Pflanzen. Klingt nach wenig? Vielleicht. Und doch entfaltet sich darin eine der stillsten und zugleich eindringlichsten Erzählungen der letzten Jahre.
Wenders zeigt uns keinen Mann, der etwas sucht. Er zeigt einen Mann, der angekommen ist. Das ist im Kino eine Seltenheit.
Was diesen Film so besonders macht, ist seine Haltung. Er drängt sich nicht auf. Er erklärt nichts. Er beobachtet. Hirayamas Vergangenheit bleibt lange im Dunkeln, und das ist Absicht. Wir erfahren nicht, warum er in diesem Leben gelandet ist. Wir sehen nur, wie er es lebt, mit einer Würde, die man selten auf der Leinwand findet.
Perfect Days von Wim Wenders ist damit kein Film über Armut, nicht über Einsamkeit als Tragödie und schon gar nicht über Ausweglosigkeit. Er ist ein Film über Aufmerksamkeit. Über die Frage, ob ein einziger Sonnenstrahl, der durch Blätter fällt, ausreichen kann, um einen ganzen Tag zu tragen. Die Antwort, die der Film gibt, ist leise. Aber sie ist eindeutig.
Wer glaubt, dass ein Film große Konflikte braucht, um zu berühren, wird hier eines Besseren belehrt. Denn Perfect Days erzählt von einem Leben, das auf den ersten Blick unspektakulär wirkt und sich beim genauen Hinsehen als unerwartet reich erweist.
Ein Leben in Routinen und was sie ins Wanken bringt
Hirayama, die Hauptfigur in Perfect Days von Wim Wenders, arbeitet in Tokio als Reiniger öffentlicher Toiletten. Seine freie Zeit gehört der Musik, den Büchern, die er vor dem Schlafengehen liest, und den Pflanzen, die er hegt und gießt. Ein Leben in Wiederholungen, ruhig und bewusst gewählt.
In der ersten Hälfte des Films begegnet Ihnen ein wortkarger Mann, der seine Arbeit gut und mit Stolz verrichtet, sich aber mit knappen, einsilbigen Antworten von seiner Umgebung fernhält. Er brummt vor sich hin, wo andere ein Gespräch beginnen würden. Man könnte ihn für distanziert halten, doch genau diese Distanz scheint sein Gleichgewicht zu sichern.
Dann gerät die Ordnung ins Rutschen. In der Toilette, die er reinigt, spielt er mit einem Fremden eine Partie XOX. Später kommen Gespräche über Musik mit der Flamme seines Kollegen hinzu. Und schließlich taucht seine Nichte auf. Mit ihr kehrt eine Vergangenheit zurück, die bis dahin im Dunkeln lag.
Was der Film dabei klug verschweigt: Über Hirayamas früheres Leben erfahren Sie lange nichts. Dass er aus wohlhabenden Verhältnissen stammt, deutet sich erst spät an, und warum er sich von dieser Familie entfernt und sich ein neues Leben aufgebaut hat, bleibt offen. Das ist kein Mangel. Gerade die Unbestimmtheit seiner Herkunft lenkt den Blick auf die Frage, wer er heute ist und wie er mit den Menschen und der Welt umgeht.
Selbst die Musik folgt dieser Logik. Alles, was Sie hören, ist das, was Hirayama in diesem Moment auflegt. Kein Kommentar von außen, keine Erklärung. Der Film beobachtet, statt zu lenken, und wirkt dadurch stellenweise wie eine Dokumentation über den Alltag eines Mannes namens Hirayama.
So wird aus einer stillen Routine ein fragiles Gebilde. Die kleinen Störungen sind keine Katastrophen, aber sie genügen, um zu zeigen, dass ein sorgsam geordnetes Leben nicht unberührbar ist. Was bleibt, ist die Frage, wie viel Vergangenheit ein Mensch mit sich trägt, auch wenn er sie nicht zeigt.
Komorebi: Das Licht, das durch die Blätter fällt
Am Ende von Perfect Days steht ein einziges Wort im Bild, und es verändert rückwirkend alles, was Sie zuvor gesehen haben: Komorebi. Dieser japanische Begriff bezeichnet das gefilterte, fleckige Sonnenlicht, das durch die Blätter eines Baumes fällt und auf dem Boden ein flirrendes Muster hinterlässt. Es ist ein Wort für einen Zustand, den man nicht festhalten kann. Genau darin liegt seine Kraft.
Erinnern Sie sich an Hirayama, den Mann, der in Tokio öffentliche Toiletten reinigt. Jeden Tag setzt er sich zur selben Zeit im selben Park auf dieselbe Bank, isst allein sein Mittagessen und hebt dann den Kopf. Er blickt in die Krone desselben Baumes, beobachtet, wie das Licht durch die Blätter rieselt. Dann zieht er eine alte Kamera aus der Tasche und drückt ab. Auf den ersten Blick wirkt das sinnlos, dieselbe Aufnahme, immer und immer wieder. Für ihn aber ist es der wichtigste Moment des Tages.
Was Wim Wenders hier zeigt, ist keine Handlung, sondern eine Haltung. Komorebi lässt sich nicht planen und nicht wiederholen. Es entsteht nur, wenn Licht, Blattwerk und Wind im richtigen Verhältnis zusammentreffen, und es verschwindet im nächsten Augenblick. Wer es fotografieren will, muss bereit sein, im Jetzt zu stehen. Mehr verlangt der Film nicht von Ihnen, aber auch nicht weniger.
Eine Metapher für den gegenwärtigen Augenblick
So wird aus einem Wort ein Bild für das ganze Werk. Die Schönheit des gegenwärtigen Moments lässt sich nicht aufbewahren. Sie lässt sich nur bemerken. Hirayamas Leben ist voll von solchen Momenten: dieselbe Musik auf Kassette im Auto, dasselbe Getränk aus dem Automaten, dasselbe Buch vor dem Schlafengehen. Nichts davon ist spektakulär. Und doch schimmert in jedem dieser Augenblicke etwas auf, das sich mit Geld nicht kaufen lässt.
Bemerkenswert ist, dass der Film Hirayama nie als einsamen oder gar bemitleidenswerten Mann zeichnet. Er ist fast durchgehend allein, und trotzdem entsteht kein Gefühl von Verlassenheit. Er wirkt zufrieden damit, in den kleinen Dingen seines Alltags Schönheit und Freude zu finden. Das ist eine leise, aber deutliche Aussage über ein Leben, das sich nicht an den großen Ereignissen misst.
Vielleicht ist das der Grund, warum Perfect Days so lange nachhallt. Der Film sagt nicht, dass alles gut wird. Er sagt, dass dieser eine Augenblick gut ist, und dass es genügt, ihn zu bemerken. Komorebi dauert nur Sekunden. Aber wer es einmal gesehen hat, sucht es fortan überall.
Jenseits von Hakuna Matata: Warum bloßes Existieren nicht reicht
Kaum ein Film der letzten Jahre feiert die Schönheit des Daseins so leise und so eindringlich wie Perfect Days. Regie führte Wim Wenders, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Takuma Takasaki. Hirayama, der Mann im Zentrum, reinigt in Tokio öffentliche Toiletten, und schon diese schlichte Tatsache trägt eine Botschaft: Es braucht keine großen Bühnen, damit ein Leben gelingt. Der Film lässt Sie spüren, dass ein einziger, aufmerksam gelebter Tag bereits vollkommen sein kann.
Doch genau hier zieht Perfect Days eine Grenze. Die Erzählung verbindet diese Haltung mit der „Hakuna Matata“-Philosophie, die viele von uns durch The Lion King kennen. Keine Sorgen, keine Verantwortung, alles wird schon gut. Der Film widerspricht dem nicht laut, aber er widerspricht. Das Bewusstsein für den Augenblick bedeutet nicht endloses Glück. Probleme lösen sich nicht auf, nur weil man wegsieht. Wer vor ihnen flieht oder sich der Illusion hingibt, alles werde sich von selbst fügen, kommt keinen Schritt weiter.
Was der Film stattdessen anbietet, ist etwas Anspruchsvolleres. Er lädt Sie ein, den gegenwärtigen Moment wirklich anzunehmen, mit allem, was er enthält, und sich zugleich seinen Hindernissen zu stellen. Der Augenblick bleibt im Augenblick, er wartet nicht auf Sie. Alles, was Sie in diese Gegenwart bringt, dürfen Sie ernst nehmen, und alles, was sich Ihnen dabei in den Weg stellt, gilt es zu überwinden. Das ist keine bequeme Lehre, sondern eine Zumutung, und genau darin liegt ihre Wärme.
So wird aus einem stillen Film über einen Toilettenreiniger eine Frage, die Sie selbst betrifft. Finden Sie in jedem gelebten Moment einen Sinn? Oder leben Sie zwischen den Reuegefühlen von gestern und den Sorgen von morgen und verpassen dabei das Einzige, was Ihnen tatsächlich gehört? Diese Entscheidung nimmt Ihnen niemand ab. Perfect Days zeigt nur, wie sie aussehen könnte.
Ein Film wie ein Dokument, der nicht manipuliert
Vielleicht ist das der eigentümlichste Zug von Perfect Days: Man hat beim Zusehen kaum das Gefühl, einem Spielfilm zu folgen. Es wirkt eher wie eine Dokumentation über das tägliche Leben eines einzigen Menschen. Wim Wenders inszeniert, Takuma Takasaki schrieb das Drehbuch mit, und gemeinsam verzichten sie auf das, was Kino sonst so gern tut: Sie erklären nichts, sie deuten nichts an, sie drängen Ihnen keine Träne auf. Sie schauen einfach zu.
Das beginnt bei der Hauptfigur selbst. Über Hirayamas Vergangenheit erfahren Sie fast nichts. Erst nach und nach deutet sich an, dass er aus wohlhabenden Verhältnissen stammt, doch warum er sich von dieser Familie entfernt hat und sich ein völlig neues Leben aufgebaut hat, bleibt offen. Kein Rückblick erklärt es, kein Dialog löst das Rätsel auf. Und genau das ist der Punkt: Weil die Vergangenheit im Dunkeln bleibt, richtet sich Ihr ganzer Blick auf die Gegenwart. Auf den Menschen, der Hirayama heute ist, auf seinen Umgang mit den Nachbarn, mit den Kollegen, mit der Welt.
Diese Haltung zieht sich bis in die Tonspur. Die Musik im Film beschränkt sich auf das, was Hirayama in genau diesem Moment hört. Nichts wird von außen als Kommentar über die Bilder gelegt, keine melancholische Filmmusik sagt Ihnen, wie Sie sich fühlen sollen. Wenn er morgens im Wagen sitzt und eine Kassette einlegt, dann klingt das Stück, weil er es hört, nicht weil der Film es braucht. Zu diesen Aufnahmen gehört auch „Perfect Day“ von Lou Reed, ein Lied, das in seiner ruhigen, fast zärtlichen Wiederholung bestens zu diesem Erzählrhythmus passt.
So entsteht eine Nähe, die nichts erzwingt. Sie beobachten einen Mann bei seiner Arbeit, auf seinem Weg, bei seinen kleinen Handgriffen, und irgendwann merken Sie, dass Sie gar keine Erklärung mehr vermissen. Der Film vertraut darauf, dass das gelebte Detail mehr erzählt als jede Enthüllung. Er zeigt, statt zu behaupten, und lässt Ihnen den Raum, selbst zu sehen, was da vor sich geht.
Allein, aber nicht einsam: Hirayamas stille Zufriedenheit
Hirayama verbringt fast den gesamten Film allein. Und dennoch entsteht nie der Eindruck eines verlorenen oder gar hilflosen Mannes. Das ist eine der bemerkenswertesten Entscheidungen, die Wim Wenders und sein Co-Autor Takuma Takasaki für Perfect Days getroffen haben. Sie zeigen uns keinen Menschen, der die Einsamkeit erduldet, sondern einen, der in ihr zu Hause ist.
Sehen Sie ihn vor sich: Er sitzt auf derselben Bank in demselben Park, isst sein Mittagsbrot, hebt den Kopf und blickt in dieselbe Baumkrone. Durch die Blätter fällt das Licht in feinen, zitternden Streifen. Er holt eine alte Kamera aus der Tasche und drückt ab. Auf den ersten Blick eine sinnlose Handlung, Tag für Tag wiederholt. Für Hirayama ist genau das ein kostbares Ritual, ein Moment, den er ganz ausschöpfen möchte.
Aus dieser Haltung zieht der Film seine stille Wärme. Hirayama findet Schönheit und Freude in den kleinen Augenblicken seines Alltags, und er scheint mit sich selbst im Reinen zu sein. Er braucht niemanden, der ihm bestätigt, dass sein Leben zählt. Er weiß es. Diese Zufriedenheit trägt ihn durch die Tage, auch wenn die Routine später ins Wanken gerät.
Zeit mit sich selbst zu verbringen ist hier keine Schwäche, sondern eine Stärke. Wer allein sein kann, ohne sich dabei zu verlieren, besitzt etwas, das sich nicht kaufen lässt.
Vielleicht berührt der Film gerade deshalb so viele Menschen. Er führt uns vor, wie es aussehen könnte, wenn wir unser Glück nicht länger von der Erwartung anderer abhängig machen. Am Ende des Tages bleibt uns tatsächlich nur eines verlässlich erhalten: wir selbst. Perfect Days macht aus diesem nüchternen Gedanken etwas überraschend Tröstliches.
Ein Wunsch: Solche Filme auch aus der Türkei
Beim Anschauen von Perfect Days von Wim Wenders ging dem Autor ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf: Warum gibt es solche Filme nicht auch bei uns? Er wünscht sich türkische Produktionen, die den Alltag gewöhnlicher Menschen zeigen, ohne sich in übermäßigem Drama, in großen Ereignissen und in endlosen Ursache-Wirkung-Ketten zu verlieren. Einfach nur zuschauen, wie ein normaler Mensch seinen Tag lebt.
Und dabei hat er eine ganz konkrete Besetzung vor Augen. Er nennt den Schauspieler Haluk Bilginer als Beispiel für jemanden, den er in einem solchen Film gerne sehen würde. Ein Darsteller, der nicht die große Geste braucht, sondern die leisen Momente tragen kann. Man stelle sich das einmal vor: ein türkischer Film, in dem jemand morgens aufsteht, seine Arbeit macht, Musik hört und abends ein Buch aufschlägt. Kein Höhepunkt, keine Katastrophe, nur ein Leben.
Genau darin liegt der Reiz. Wenders hat in Perfect Days vorgemacht, wie viel ein Film erzählen kann, wenn er nichts erzwingen will. Warum sollte das nicht auch hierzulande gelingen, mit einem Gesicht wie dem von Haluk Bilginer, das Geschichten schon durch bloßes Schweigen transportiert?
Fazit: Jeder Tag kann ein perfekter Tag sein
Wim Wenders gelingt mit „Perfect Days“ etwas, das im Kino selten ist: Er fängt das Glück der kleinen Dinge ein, ohne es zu beschönigen. Die Zufriedenheit, die aus Dankbarkeit für den Augenblick entsteht, wird spürbar, wenn Hirayama jeden neuen Morgen und die Natur mit stiller Aufmerksamkeit betrachtet. Genau diese Haltung trägt den Film bis zur letzten Einstellung.
Denn eigentlich ist jeder Tag ein „perfekter Tag“. Jeder Tag geht auf seine Weise zu Ende, und nichts muss Sie länger beunruhigen, weil morgen bereits ein anderer, ein neuer Tag beginnt. Der gestrige Tag liegt hinter Ihnen und wird sich niemals wiederholen. Was bleibt, ist die Wahl, im Jetzt zu bleiben und das Wenige, das Sie wirklich besitzen, bewusst zu leben.
Der Autor vergibt für „Perfect Days“ 8 von 10 Punkten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Film Perfect Days von Wim Wenders?
Perfect Days ist ein japanisches Drama aus dem Jahr 2023, inszeniert von Wim Wenders, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Takuma Takasaki. Im Mittelpunkt steht der Alltag eines Mannes in Tokio, dessen stille Routinen nach und nach aufbrechen. Der Film feiert das bloße Dasein und wurde für Japan als Bester internationaler Film für den Oscar nominiert.
Wer ist Hirayama in Perfect Days und was macht er in Tokio?
Hirayama ist die Hauptfigur des Films. Er arbeitet in Tokio als Reiniger öffentlicher Toiletten und richtet sein Leben nach festen, wiederkehrenden Abläufen ein. Seine freie Zeit gehört der Musik, den Büchern, die er vor dem Schlafengehen liest, und den Pflanzen, die er hegt. Er spricht wenig und hält die Welt auf Abstand.
Warum wurde Perfect Days für Japan als Oscar-Anwärter nominiert?
Der Film überzeugte die japanische Auswahljury und ging für Japan ins Rennen um den Oscar in der Kategorie Bester internationaler Film. Die Nominierung würdigte ein Drama, das ohne großes Aufsehen auskommt und stattdessen die leisen Momente eines gewöhnlichen Lebens in den Mittelpunkt stellt.
Was bedeutet das japanische Wort Komorebi im Film Perfect Days?
Komorebi bezeichnet das gefilterte Sonnenlicht, das durch die Blätter von Bäumen fällt und ein fleckiges Muster aus Licht und Schatten erzeugt. Am Ende des Films wird dieser Begriff eingeblendet. Er verdichtet das zentrale Motiv: die Schönheit des gegenwärtigen Augenblicks, die sich in kleinen, flüchtigen Eindrücken zeigt.
Welche Musik hört Hirayama in Perfect Days und welche Rolle spielt Lou Reed?
Die im Film zu hörende Musik ist stets das, was Hirayama gerade selbst auflegt. Zu den Stücken gehört der Song „Perfect Day“ von Lou Reed, der dem Film seinen Titel leiht. Die Annahme, Ramin Djawadi habe diesen Titel für die Serie Westworld gecovert, trifft jedoch nicht zu. Hinweis der Redaktion: Nicht bestätigte Angaben werden im Text ausdrücklich als ungewiss gekennzeichnet.
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