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Oasis: Die komplette Bandgeschichte bis zur Reunion 2025

Die Oasis Bandgeschichte ist eine der spektakulärsten im Rock: Aufstieg in den 90ern, Weltruhm, jahrelanger Bruderstreit und die spektakuläre Trennung 2009, bis zur überraschenden Reunion 2025. Hier lesen Sie die vollständige Chronik von Manchester bis Wembley, mit allen Höhen, Tiefen und den berüchtigten Gallagher-Konflikten.

Wichtige Fakten
  • Die Band wurde 1991 in Manchester gegründet und stieg mit "Definitely Maybe" (1994) zur wichtigsten Britpop-Band auf.
  • Das Debütalbum "Definitely Maybe" von 1994 wurde das schnellstverkaufte Debütalbum in der britischen Geschichte.
  • Der legendäre Auftritt in Knebworth 1996 zog an zwei Tagen rund 250.000 Besucher an.
  • Nach dem Album "Dig Out Your Soul" (2008) kam es 2009 zum endgültigen Bruch zwischen den Brüdern.
  • Die Reunion für 2025 wurde im August 2024 offiziell bekannt gegeben und umfasst Konzerte in Großbritannien und Irland.

Das Wichtigste in Kürze

Oasis wurde 1991 in Manchester gegründet und stieg mit "Definitely Maybe" und "(What's the Story) Morning Glory?" zur wichtigsten Britpop-Band auf. Nach Jahren des Streits trennten sich die Brüder Liam und Noel Gallagher 2009. Für 2025 wurde eine Reunion mit Stadionkonzerten in Großbritannien und Irland angekündigt.

Oasis: Die komplette Bandgeschichte bis zur Reunion 2025

Als Oasis am 27. August 2024 über ihre offiziellen X-Konten die Wiedervereinigung bekannt gab, ging ein kollektiver Freudenschrei durch die Musikwelt. Nach 15 Jahren Funkstille kehren die Gallagher-Brüder zurück, und die Vorfreude auf die Konzerttermine im Sommer 2025 ist riesig. Für alle, die die Geschichte dieser legendären Band nur vom Hörensagen kennen, hier ein kompakter Rückblick auf den kometenhaften Aufstieg und den zermürbenden Fall einer der größten Rockbands Großbritanniens.

Oasis war in den 1990er-Jahren mehr als nur eine Band. Sie waren der Soundtrack einer Generation, der Lebensstil des Britpop, die Verkörperung einer Ära voller Selbstbewusstsein, Arroganz und musikalischer Genialität. Die Brüder Noel und Liam Gallagher, beide in Manchester aufgewachsen, schufen mit ihrer Band ein Phänomen, das die Musiklandschaft für immer verändern sollte.

Der Blitzstart: Definitely Maybe und der Durchbruch 1994

Am 30. August 1994 erschien das Debütalbum Definitely Maybe, und es schlug ein wie eine Bombe. Es wurde zum damals am schnellsten verkauften Debütalbum aller Zeiten in Großbritannien. Hits wie Live Forever, Supersonic, Cigarettes & Alcohol und Slide Away katapultierten die Band in eine völlig neue Sphäre. Berichten zufolge verkaufte sich das Album in Großbritannien zwei Millionen Mal, in den USA eine Million Mal und weltweit rund acht Millionen Exemplare, wobei die weltweite Gesamtzahl nicht offiziell bestätigt ist.

Was Oasis von anderen Bands unterschied, war die schiere Selbstverständlichkeit, mit der sie auftraten. Noel Gallagher schrieb Songs, die sich anfühlten, als hätte es sie schon immer gegeben. Im selben Jahr wurde Blur mit ihrem Album Parklife bei den Brit Awards in der Kategorie bestes Album ausgezeichnet, was den Grundstein für eine der legendärsten Rivalitäten der Musikgeschichte legte.

Der Britpop-Krieg: Oasis gegen Blur 1995

Der Höhepunkt dieser Rivalität kam im August 1995. Blur hatte seine Single Country House absichtlich auf den 14. August 1995 vorgezogen, genau auf denselben Tag, an dem Oasis die Single Roll With It aus ihrem kommenden Album veröffentlichen wollte. Die britische Presse feierte diesen Schlagabtausch als Britpop-Krieg, und das Magazin NME machte mit einem berüchtigten Cover die Rivalität offiziell.

Blur gewann diese direkte Schlacht: Country House verkaufte sich rund 385.000 Mal, während Roll With It bei etwa 316.000 Exemplaren blieb. Doch in England sagt man bis heute: Blur gewann die Schlacht, aber Oasis gewann den Krieg. Denn das zweite Album, das die Brüder Gallagher kurz darauf veröffentlichten, sollte alles in den Schatten stellen.

Morning Glory: Der Gipfel des Ruhms

Am 2. Oktober 1995 erschien (What’s the Story) Morning Glory?, ein Album, das bis heute als eines der besten aller Zeiten gilt. Mit Songs wie Wonderwall, Champagne Supernova, Don’t Look Back in Anger und Some Might Say war es eine schier endlose Hit-Fabrik. Zwischen dem Veröffentlichungsdatum und Ende 1995, also in nur drei Monaten, verkaufte sich das Album in Großbritannien 1.863.000 Mal.

Damit schloss sich Oasis einer exklusiven Gruppe an. Laut der ursprünglichen Erzählung war es eines von nur vier Alben, die Pink Floyds legendäres Werk The Dark Side of the Moon in Großbritannien übertroffen hatten, neben Greatest Hits von Queen, Gold: Greatest Hits von ABBA und Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles. Die offiziellen Chart-Aufzeichnungen legen jedoch nahe, dass diese Liste unvollständig ist und es mehr als vier Alben gibt, die diesen Meilenstein erreicht haben. Die häufig genannte weltweite Verkaufszahl von 22 Millionen Exemplaren ist zudem nicht durch offizielle Quellen bestätigt.

Die Single-Verkäufe in Großbritannien im Jahr 1995 waren beeindruckend: Wonderwall verkaufte sich Berichten zufolge 665.000 Mal, Roll With It 456.000 Mal und Some Might Say 346.000 Mal. Diese Zahlen sind zwar plausibel, aber nicht durch offizielle Quellen belegt. Dennoch zeigt die Größenordnung, wie dominant Oasis in dieser Phase war.

Be Here Now: Der Rausch und die Ernüchterung 1997

Das dritte Album Be Here Now erschien im August 1997 und war von Anfang an mit gigantischen Erwartungen belastet. Die Band investierte viel Geld in aufwendige Musikvideos, und die Produktion der Single D’You Know What I Mean? verschlang Berichten zufolge ein Budget in Filmgröße. In der ersten Woche nach der Veröffentlichung am 24. August 1997 verkaufte sich das Album der Überlieferung nach 763.000 Mal, in der zweiten Woche weitere 235.000 Mal. Offizielle Chart-Aufzeichnungen nennen für die erste Woche jedoch eher 696.000 Exemplare, während die zweite Woche mit 235.000 übereinstimmt.

Bis Ende 1997 kamen weitere 700.000 Verkäufe hinzu, sodass das Album das Jahr mit rund 1,7 Millionen verkauften Exemplaren in Großbritannien abschloss. Insgesamt wurden es dort 1,8 Millionen, in den USA 1.013.000 und weltweit Berichten zufolge acht Millionen. Die Single D’You Know What I Mean? erreichte Platz eins der Charts, wobei eine offizielle Bestätigung für exakt 700.000 verkaufte Exemplare in Großbritannien fehlt.

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen blieb das Album hinter den Erwartungen zurück. Die Kritiken waren gemischt, und viele Fans spürten, dass die Magie der ersten beiden Alben nicht ganz erreicht wurde. Noel Gallagher bezeichnete Be Here Now später als sein am wenigsten geliebtes Werk, während Liam es bis heute verteidigt.

Der langsame Niedergang: 1998 bis 2002

1998 veröffentlichte die Band eine Kompilation mit B-Seiten namens The Masterplan, die weltweit etwa zwei Millionen Mal verkauft wurde. Songs wie Whatever und Acquiesce zeigten, dass die Band sogar ihre Nebenprodukte zu Hits machte.

Doch die Auswirkungen des frühen Ruhms zeigten bald ihre Schattenseiten. Die Gründungsmitglieder Bonehead und Paul McGuigan verließen die Band, und Liam Gallaghers Stimme begann sich merklich zu verändern. Der vierte Longplayer Standing on the Shoulder of Giants erschien im Februar 2000 und gilt vielen Kritikern als Beginn von Liams stimmlichem Niedergang. Seine Stimme wurde rauer, verlor an Klarheit, und die unbeschwerte Leichtigkeit der frühen Jahre war dahin.

2002 folgte mit Heathen Chemistry ein Comeback-Versuch. Das Album, das am 1. Juli 2002 erschien, wurde als kommerzieller und kritischer Erfolg gewertet. Besonders die Single Stop Crying Your Heart Out erinnerte an die großen Momente der Bandgeschichte und zeigte, dass Oasis noch immer in der Lage war, emotionale Hymnen zu schreiben.

Die letzten Jahre: 2005 bis 2009

Das sechste Album Don’t Believe the Truth erschien am 30. Mai 2005 und bot mit Songs wie Lyla und The Importance of Being Idle solide Rockmusik. Let There Be Love war einer der seltenen Momente, in denen Noel und Liam gemeinsam sangen, eine Kostbarkeit für Fans. Die Behauptung, Oasis sei 2007 bei den Brit Awards aufgetreten, lässt sich nicht bestätigen; ihre letzten Auftritte dort fanden 1996 und 1997 statt.

Das siebte und letzte Studioalbum Dig Out Your Soul erschien am 6. Oktober 2008. Mit I’m Outta Time, einem von Liam geschriebenen Song, der am Ende eine Aufnahme von John Lennons Stimme enthält, und The Shock of the Lightning bot das Album einige Höhepunkte, konnte aber insgesamt nicht an die Glanzzeiten anknüpfen.

Das Ende und die Hoffnung auf Neubeginn

Im August 2009 kam es zum endgültigen Bruch. Nach einem heftigen Streit zwischen den Brüdern verkündete Noel Gallagher am 28. August 2009 seinen Ausstieg aus der Band. Ein geplantes Konzert beim Rock-en-Seine-Festival in Frankreich wurde abgesagt. Damit endete die Geschichte von Oasis, zumindest vorerst.

Die folgenden Jahre waren geprägt von Soloprojekten: Liam gründete die Band Beady Eye, während Noel mit seinen High Flying Birds weitermachte. Die Gerüchte über eine Wiedervereinigung hielten sich hartnäckig. Der Überlieferung nach soll vor etwa zehn Jahren ein Angebot von 500 Millionen Dollar für eine Reunion im Raum gestanden haben, das jedoch an Noels Weigerung, mit seinem Bruder zu arbeiten, scheiterte. Belastbare Belege für diese Summe gibt es nicht, es bleibt Spekulation.

Doch nun ist es soweit: Die Reunion-Konzerttermine für 2025 sind offiziell. Die Tour beginnt am 4. und 5. Juli im Principality Stadium in Cardiff, führt weiter zum Heaton Park in Manchester (11., 12., 19. und 20. Juli), ins Wembley Stadium in London (25., 26. Juli sowie 2. und 3. August), zum Scottish Gas Murrayfield Stadium in Edinburgh (8. und 9. August) und endet im Croke Park in Dublin (16. und 17. August).

Die Oasis-Bandgeschichte ist eine Geschichte von Genie und Zerstörung, von Bruderliebe und Bruderhass. Dass die Gallagher-Brüder nach all den Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne stehen wollen, ist ein kleines Wunder. Für Millionen von Fans weltweit ist es die Erfüllung eines lang gehegten Traums.

Hinweis der Redaktion: Nicht vollständig bestätigte Details, etwa zu den genauen Umständen der Wiedervereinigung, sind in diesem Text als solche gekennzeichnet.

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