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Eunice Newton Foote: Die vergessene Klimaforscherin von 1856

Eunice Newton Foote beschrieb im Jahr 1856, wie sich kohlendioxidreiche Luft in der Sonne stärker erwärmt als gewöhnliche Luft. Viele sehen in ihr eine der ersten Forscherinnen, die den Treibhauseffekt erkannte. Sie füllte Glasgefäße mit verschiedenen Gasen und stellte sie in die Sonne. Kohlendioxid erwärmte sich darin stärker als gewöhnliche Luft, und diese schlichte Beobachtung war eine kleine Sensation. Doch die Fachwelt hörte kaum hin. Mehr als 150 Jahre lang blieb der Name der Frau, die früh einen Mechanismus des Klimawandels beschrieb, nahezu unbekannt.

Wichtige Fakten
  • Eunice Newton Foote stellte ihre Versuche 1856 einer wissenschaftlichen Versammlung in den USA vor.
  • In ihren Experimenten erwärmten sich mit Kohlendioxid gefüllte Glasgefäße in der Sonne stärker als Gefäße mit gewöhnlicher Luft.
  • Sie erkannte den Zusammenhang zwischen der Wärmespeicherung von Gasen und dem Klima der Erde.
  • Ihre Ergebnisse wurden zu ihren Lebzeiten kaum beachtet und erst Jahrzehnte später wiederentdeckt.
  • Heute gilt sie als eine der ersten Frauen, die einen Grundmechanismus des Klimawandels beschrieben.

Das Wichtigste in Kürze

Eunice Newton Foote war eine amerikanische Forscherin, die 1856 in eigenen Versuchen zeigte, dass sich Kohlendioxid in der Sonne stärker erwärmt als Luft. Damit lieferte sie einen frühen Beleg für den Treibhauseffekt. Ihre Arbeit fand zu Lebzeiten wenig Beachtung und geriet lange in Vergessenheit.

Eunice Newton Foote: Die Frau, die den Treibhauseffekt vor John Tyndall beschrieb

Fragen Sie einmal einen Physiker, wer die Klimawissenschaft begründet hat, und die Antwort lautet meist: John Tyndall. Der irische Forscher hat diesen Ruf, weil er im 19. Jahrhundert zeigte, wie die Atmosphäre Wärme zurückhält. Doch der Ruhm greift zu kurz. Denn eine der Ersten, die diesen Zusammenhang erkannte, war eine Amerikanerin: Eunice Newton Foote.

Foote wurde am 17. Juli 1819 in Connecticut geboren. Ihre Familie zog später in den Bundesstaat New York, wo sie eine für ihre Zeit fortschrittliche Schule besuchte. Dort durften Mädchen am naturwissenschaftlichen Unterricht teilnehmen. Genau hier lernte sie das Experimentieren, und die Neugier auf die Natur ließ sie nicht mehr los.

1841 heiratete sie den Juristen Elisha Foote, der sich ebenfalls für Wissenschaft begeisterte. Das Paar richtete sich zu Hause ein kleines Labor ein und experimentierte dort vermutlich gemeinsam. Die beiden hatten zwei Töchter, Mary und Augusta.

Zwei Glaszylinder und eine überraschende Beobachtung

Footes Versuchsaufbau war so einfach wie wirkungsvoll. Sie nahm zwei Glaszylinder. In den einen füllte sie Luft mit hohem Kohlendioxidanteil, in den anderen Luft mit niedrigem Anteil. Dann stellte sie beide in die Sonne und maß, wie sich die Temperatur veränderte.

Das Ergebnis war eindeutig: Die kohlendioxidreiche Luft erwärmte sich stärker und kühlte nach dem Herausnehmen aus dem Sonnenlicht langsamer ab. Foote verglich zusätzlich feuchte mit trockener Luft sowie Wasserstoff mit Sauerstoff. Damit zeigte sie, dass Kohlendioxid in der Atmosphäre Wärme bindet. Ihre Versuche legten bereits 1856 nahe, dass eine Zunahme dieses Gases die Erde erwärmen könnte.

Vorgestellt von einem Professor, nicht von ihr selbst

Im Jahr 1856 nahm eine wissenschaftliche Tagung in New York ihre Arbeit ins Programm auf. Foote trat jedoch nicht selbst ans Rednerpult. Stattdessen übernahm Professor Joseph Henry, ein angesehener Wissenschaftler der Zeit, die Vorstellung. Henry begann seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass es in der Wissenschaft keine Geschlechtertrennung geben dürfe, und erläuterte dann ihren Versuchsaufbau und ihre Ergebnisse.

Einige Monate später, im November 1856, erschien ihr Artikel in den Proceedings der Tagung. Er umfasste nur anderthalb Seiten. Und doch steht dieser kurze Text für einen der ersten Belege zum Zusammenhang zwischen atmosphärischem Kohlendioxid und steigender Temperatur. Wie die Tagung selbst aufgenommen wurde, ist nicht überliefert. Immerhin griff die Zeitschrift Scientific American die Versuche kurz darauf auf.

Anderthalb Seiten genügten, um einen Zusammenhang zu beschreiben, den die Wissenschaft erst mehr als ein Jahrhundert später wieder aufgriff.

Denn danach wurde es still um Eunice Newton Foote. Über 150 Jahre lang spielte ihre Arbeit in der Fachwelt kaum eine Rolle. Bis heute gilt vielen John Tyndall als Begründer der Klimawissenschaft, obwohl diese Zuschreibung unter Wissenschaftshistorikern umstritten ist und auch Namen wie Fourier, Arrhenius oder eben Foote genannt werden. Wie es zu dieser Lücke kam, erzählt der nächste Abschnitt.

Wer war Eunice Newton Foote?

Eunice Newton Foote kam am 17. Juli 1819 im US-Bundesstaat Connecticut zur Welt. Später zog die Familie in den Bundesstaat New York. Schon diese wenigen Angaben sagen wenig über das Besondere an ihrem Lebensweg. Entscheidend war, welche Schule sie besuchte und was sie dort lernen durfte.

Denn Foote besuchte eine Einrichtung, die für ihre Zeit ungewöhnlich fortschrittlich war: Mädchen durften dort am naturwissenschaftlichen Unterricht teilnehmen. Sie lernte, wie man Experimente aufbaut und Messungen durchführt, und entwickelte früh ein echtes Interesse an der Wissenschaft. Für eine junge Frau im frühen 19. Jahrhundert war das alles andere als selbstverständlich.

1841 heiratete sie den Anwalt Elisha Foote. Auch er interessierte sich für Naturwissenschaft, und das Paar richtete sich zu Hause ein kleines Labor ein. Vermutlich experimentierten die beiden dort gemeinsam. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor: Mary und Augusta.

Dieses private Umfeld war die Grundlage für alles, was folgen sollte. Ohne eine eigene kleine Forschungsecke im Haus hätte Eunice Newton Foote ihre späteren Versuche kaum durchführen können. Die entscheidenden Fragen zum Klima stellte sie also nicht in einem großen Institut, sondern in den eigenen vier Wänden.

Zwei Glaszylinder im Sonnenlicht: Footes Experiment von 1856

Denken Sie an einen Tisch, auf dem zwei schlichte Glaszylinder stehen. In dem einen befindet sich Luft mit hohem Kohlendioxidanteil, in dem anderen Luft mit nur wenig Kohlendioxid. Eunice Newton Foote ließ beide Zylinder in die Sonne stellen und beobachtete, was mit der Temperatur geschah. Was sie dabei notierte, klingt aus heutiger Sicht beinahe prophetisch.

Der Zylinder mit der kohlendioxidreichen Luft erwärmte sich stärker als sein Gegenstück. Und noch etwas fiel auf: Nahm man ihn aus der Sonne, kühlte er langsamer ab. Die Wärme blieb länger gefangen. Genau dieses Verhalten beschreibt den Kern dessen, was wir heute als Treibhauseffekt kennen. Foote griff in ihren Versuchen aber noch weiter. Sie verglich auch feuchte mit trockener Luft, und sie stellte Wasserstoff und Sauerstoff in ihren Eigenschaften gegenüber der Wärme nebeneinander.

Ihre Beobachtungen brachte die Forscherin 1856 zu Papier. Sie hielt fest, dass Kohlendioxid in der Atmosphäre Wärme bindet. Damit deutete sie früh an, dass eine Zunahme dieses Gases die Erde erwärmen könnte. Aus heutiger Sicht beschrieb sie den Treibhauseffekt und dachte zugleich an eine mögliche künftige Erwärmung. Genau diesen Zusammenhang hielt sie in ihrer kurzen Arbeit fest.

Die Anordnung wirkt unspektakulär: zwei Zylinder, Sonnenlicht, ein Thermometer. Und doch steckt in dieser schlichten Szene ein Gedanke, der weit über das Jahr 1856 hinausreicht. Wer heute vom Klimawandel spricht, kommt an den Beobachtungen von Eunice Newton Foote nicht vorbei, auch wenn ihr Name lange im Hintergrund blieb.

Ein Vortrag, den sie nicht selbst halten durfte

Man stelle sich den Saal vor: ein wissenschaftliches Treffen in New York, im Jahr 1856. Auf dem Programm steht eine Arbeit über die Wärmewirkung von Kohlendioxid. Doch die Frau, die sie verfasst hat, steht nicht am Rednerpult. Eunice Newton Foote bleibt im Hintergrund. An ihrer Stelle tritt Professor Joseph Henry nach vorn, einer der angesehensten Naturwissenschaftler seiner Zeit.

Henry beginnt seinen Vortrag mit einem Satz, der damals alles andere als selbstverständlich war: In der Wissenschaft, so betont er, dürfe es keine Trennung nach Geschlecht geben. Erst danach erläutert er Footes Versuchsaufbau und ihre Ergebnisse. Der Beifall, so darf man annehmen, galt der Sache. Die Anerkennung aber floss an einen Mann, der lediglich vortrug, was eine andere herausgefunden hatte.

Wenige Monate später, im November 1856, erscheint Footes Aufsatz in einer angesehenen Fachzeitschrift. Der Beitrag ist kurz, gerade einmal anderthalb Seiten. Gemessen an seiner Wirkung ist das kaum mehr als eine Notiz, und doch steckt darin der Kern einer Beobachtung, die Jahrzehnte später die Welt beschäftigen sollte.

Wie die Zuhörer im Saal auf den Vortrag reagierten, ist nicht überliefert. Wir wissen nicht, ob man nickte, ob man zweifelte oder ob man die Tragweite überhaupt erkannte. Nur eine kleine Spur ist geblieben: Kurz darauf griff das Scientific American Footes Experimente in einem eigenen Beitrag auf. Ein Fachblatt nahm sie also zur Kenntnis. Der Ruhm jedoch blieb aus.

Anerkennung und Zurücksetzung lagen an diesem Tag dicht beieinander. Man ließ ihre Arbeit sprechen, aber nicht sie selbst.

Warum John Tyndall berühmt wurde, und Eunice Newton Foote nicht

Man stelle sich eine Fachzeitschrift im November 1856 vor. Auf der einen Seite ein kurzer Beitrag über die Wärmespeicherung von Kohlendioxid, kaum eineinhalb Seiten lang. Und in derselben Ausgabe, so wird berichtet, ein Aufsatz des irischen Physikers John Tyndall über Farbenblindheit. Die genaue Ausgabe lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit belegen. Doch die Gegenüberstellung dieser beiden Namen erzählt fast alles darüber, wie Wissenschaftsgeschichte gemacht wird, und wie sie manchmal vergessen wird.

Tyndall war kein unbeschriebenes Blatt. Er vertrat öffentlich die Ansicht, Frauen seien Männern geistig unterlegen. Ein Mann mit dieser Haltung teilte sich also das Papier mit einer Forscherin, deren Namen die Nachwelt über ein Jahrhundert lang übersehen sollte.

In den Jahren um 1859 bis 1861 veröffentlichte Tyndall dann Arbeiten, die zeigten, dass Kohlendioxid und Wasserdampf Wärme zurückhalten. Das genaue Jahr und der genaue Inhalt dieser Arbeiten sind in der Forschung nicht ganz eindeutig. Lange galt Tyndall als Begründer der Klimawissenschaft. Diese Zuschreibung ist unter Wissenschaftshistorikern allerdings umstritten, denn ähnliche Verdienste werden auch anderen zugeschrieben, etwa Fourier, Foote oder Arrhenius.

Tyndalls eigentliche Leistung lag im Bau von Instrumenten, mit denen sich der Treibhauseffekt messen ließ. Man tut ihm also keinen Abbruch, wenn man seine Rolle genauer einordnet. Es geht nicht darum, ihn vom Sockel zu stoßen. Es geht darum, den Sockel zu prüfen.

Denn für Eunice Newton Foote verlief die Geschichte anders. Ihre Arbeit von 1856 wurde über Jahrzehnte hinweg nicht ernsthaft diskutiert und kaum zitiert. Erst im 21. Jahrhundert rückte sie wieder in den Blick. So zeigt dieses Paar aus zwei Namen und einer gemeinsamen Zeitschriftenausgabe, wie leicht die Beiträge von Frauen aus dem Gedächtnis der Wissenschaft verschwinden konnten.

Eine zweite Studie, ein langes Schweigen

Eunice Newton Foote blieb nach ihrer ersten Veröffentlichung nicht stehen. Vermutlich legte sie im Jahr 1857 eine weitere Arbeit vor, diesmal über Elektrizität. Ort und genaue Jahresangaben lassen sich nicht mit letzter Sicherheit bestätigen. Der Anlass soll eine wissenschaftliche Tagung gewesen sein, bei der sie ein Thema aufgriff, das mit ihrer ersten Studie nur am Rand verwandt war: die Elektrizität in der Luft.

Für diese Untersuchung beobachtete sie über etwa acht Monate hinweg, wie sich Schwankungen des Luftdrucks auf elektrische Effekte auswirken. Acht Monate, das bedeutet viele Morgen mit Messgeräten, viele Notizen, viele Vergleiche. Die Arbeit erschien schließlich im Jahr 1858. Wie sie in der Fachwelt aufgenommen wurde, ist nicht überliefert. Kein begeisterter Brief, keine scharfe Kritik, kein Echo, das bis heute durch die Archive hallt.

Und genau darin liegt das eigentliche Problem. Bis ins 21. Jahrhundert hinein finden sich kaum ernsthafte Bezugnahmen auf die Befunde von Eunice Newton Foote. Ihre Arbeiten verschwanden nicht, weil sie falsch gewesen wären. Sie verschwanden, weil niemand sie weiterreichte. Der Fall der Eunice Newton Foote gilt heute als markantes Beispiel dafür, wie Beiträge von Frauen in der Wissenschaftsgeschichte an den Rand gedrängt werden können. Ein Beitrag kann noch so sorgfältig gemessen sein, wenn ihn die Gemeinschaft der Forschenden nicht aufgreift, verhallt er.

Wissenschaft lebt nicht allein von Ergebnissen. Sie lebt davon, dass jemand ein Ergebnis aufnimmt, prüft und weiterträgt.

Was sagt das über den Wissenschaftsbetrieb? Es zeigt, dass Anerkennung nicht automatisch aus guter Arbeit folgt. Sie hängt auch davon ab, wer Zugang zu den richtigen Kreisen hat, wer zitiert wird und wessen Name in den Übersichten auftaucht. Bei Eunice Newton Foote fiel all das weg. Ihre Messungen blieben in den Regalen, ihre Fragen unbeantwortet.

Wiederentdeckung, Auktion und ein spätes Denkmal

Mehr als 150 Jahre lang ruhte die Arbeit von Eunice Newton Foote im Halbdunkel der Wissenschaftsgeschichte. Erst ein Zufall brachte sie zurück ans Licht. Der unabhängige Forscher Raymond Sorenson blätterte durch alte Tagungsbände, als ihm in einem Bericht Footes Beitrag auffiel. Was er dort las, passte so gar nicht zur gängigen Erzählung über die Anfänge der Klimawissenschaft. Die genauen Umstände dieser Entdeckung sind nicht in jedem Detail gesichert.

Sorenson ließ die Sache nicht auf sich beruhen. Vermutlich im Jahr 2011 veröffentlichte er einen Artikel über Foote, und damit kam Bewegung in die Forschung. Von da an begann eine wissenschaftshistorische Aufarbeitung, die bis heute anhält. Plötzlich interessierten sich Fachleute für eine Frau, deren Name jahrzehntelang in keinem Lehrbuch stand.

Ein spätes, fast symbolisches Zeichen dieser Anerkennung folgte im Jahr 2019. Das Auktionshaus Sotheby’s bot einen Erstdruck von Footes kurzem Artikel an. Der Schätzpreis lag Berichten zufolge bei 2.000 bis 3.000 US-Dollar, der Zuschlag bei 4.750 US-Dollar. Diese konkreten Beträge sind allerdings nicht unabhängig bestätigt. Unabhängig von der genauen Summe gilt die Versteigerung vielen als Sinnbild dafür, dass Footes Beitrag nun endlich gewürdigt wird.

So schließt sich ein Kreis, der viel zu lange offen blieb. Eine Forscherin, die ihre Versuche zu Hause anstellte und deren Worte von einem anderen vorgetragen wurden, erhält posthum den Platz, der ihr gebührt. Der Name Eunice Newton Foote steht heute für einen Wendepunkt, den die Wissenschaftsgeschichte lange übersehen hat.

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Häufig gestellte Fragen

Wer war Eunice Newton Foote?

Eunice Newton Foote war eine US-amerikanische Forscherin, geboren am 17. Juli 1819 in Connecticut, gestorben im Herbst 1888 mit rund 69 Jahren. Im Jahr 1856 veröffentlichte sie Experimente, die zeigten, dass kohlendioxidreiche Luft sich stärker erwärmt als gewöhnliche Luft. Damit lieferte sie einen frühen, lange übersehenen Beitrag zur Erforschung des Treibhauseffekts.

Was zeigte sie 1856 mit ihren Glaszylindern?

Foote füllte zwei Glaszylinder, einen mit kohlendioxidreicher Luft und einen mit gewöhnlicher Luft, und stellte beide ins Sonnenlicht. Die kohlendioxidreiche Luft erwärmte sich stärker und kühlte anschließend langsamer ab. Ihre Versuchsanordnung ist belegt, und ebenso der Befund, den sie daraus ableitete.

Warum geriet sie in Vergessenheit?

Ihr kurzer Beitrag von nur eineinhalb Seiten fand kaum Beachtung. Zwar stellte der angesehene Professor Joseph Henry ihre Arbeit 1856 bei einer Tagung in New York vor, doch eine breite wissenschaftliche Debatte blieb aus. Die Klimawissenschaft wurde später vor allem mit dem irischen Physiker John Tyndall verbunden.

Wie wurde sie wiederentdeckt?

Der unabhängige Forscher Raymond Sorenson stieß bei der Durchsicht alter Tagungsbände auf ihre Arbeit und veröffentlichte darüber einen Aufsatz. Vermutlich geschah dies im Jahr 2011, die genauen Umstände sind jedoch nicht vollständig gesichert. Fest steht, dass ihre Forschungen erst dadurch wieder in den Blick der Wissenschaftsgeschichte rückten.

Was hat John Tyndall mit ihr zu tun?

Tyndall veröffentlichte einige Jahre nach Foote, in den Jahren um 1859 bis 1861, Arbeiten zum Wärmerückhalt von Kohlendioxid und Wasserdampf. Lange galt er als Begründer der Klimawissenschaft. Diese Zuschreibung ist unter Wissenschaftshistorikern allerdings umstritten, denn auch Fourier, Foote und Arrhenius werden als Wegbereiter genannt.

Wie wurde sie 2019 gewürdigt?

Im Jahr 2019 versteigerte das Auktionshaus Sotheby's einen Erstdruck ihres Artikels. Berichten zufolge lag der Schätzpreis bei 2.000 bis 3.000 US-Dollar, der Zuschlag bei 4.750 Dollar. Die genauen Zahlen sind nicht unabhängig bestätigt, doch die Auktion selbst gilt als symbolischer Schritt einer späten Anerkennung.

Wo ist sie begraben?

Eunice Newton Foote liegt auf dem Green-Wood Cemetery in Brooklyn, New York, begraben. Dort fand sie ihre letzte Ruhe, nachdem sie im Herbst 1888 im Alter von rund 69 Jahren gestorben war. Die Todesursache ist nicht überliefert. Hinweis der Redaktion: Nicht abschließend belegte Details werden im Text ausdrücklich als unsicher gekennzeichnet.

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