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Druk: Der Tanz des Mads Mikkelsen in Dänemark

Druk, international als Another Round bekannt, ist ein dänischer Film von Thomas Vinterberg aus dem Jahr 2020, in dem Mads Mikkelsen einen Lehrer spielt, der mit drei Kollegen ein Alkoholexperiment wagt. Was als akademisches Spiel beginnt, wird zur schonungslosen Selbsterkundung. Der Film stellt die Frage, wie viel Rausch ein Mensch braucht, um sich lebendig zu fühlen, und wie viel Kontrolle er dafür aufgeben muss. Am Ende steht ein Tanz, der so vieldeutig ist wie das ganze Werk: Befreiung, Trotz und Trauer in einer einzigen Bewegung.

Wichtige Fakten
  • Regie führte Thomas Vinterberg, der das Drehbuch gemeinsam mit Tobias Lindholm verfasste.
  • Mads Mikkelsen verkörpert den Gymnasiallehrer Martin, dessen Leben zu Beginn des Films in Routine und Resignation erstarrt ist.
  • Die vier Protagonisten berufen sich auf die Theorie des Psychiaters Finn Skårderud, nach der ein Promillewert von etwa 0,05 einen Menschen entspannter und offener machen könne.
  • Der Film wurde bei den Oscars 2021 als bester internationaler Film ausgezeichnet.
  • Vinterberg widmete den Film seiner Tochter Ida, die vier Tage vor Drehbeginn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Das Wichtigste in Kürze

Druk Another Round ist ein dänisches Filmdrama von Regisseur Thomas Vinterberg aus dem Jahr 2020. Im Mittelpunkt steht der Gymnasiallehrer Martin, gespielt von Mads Mikkelsen, der gemeinsam mit drei Kollegen die Theorie des norwegischen Psychiaters Finn Skårderud testet, wonach ein leicht erhöhter Promillewert die Lebensqualität steigere. Der Film wurde 2021 als bester internationaler Film mit dem Oscar ausgezeichnet.

Druk Another Round: Ein dänischer Film über den Rausch des Lebens

Stellen Sie sich vier Männer vor, die an einem gedeckten Tisch sitzen, das Glas in der Hand, und plötzlich eine Theorie diskutieren, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen soll. Genau hier beginnt Druk Another Round, ein dänischer Film aus dem Jahr 2020 unter der Regie von Thomas Vinterberg. In der Hauptrolle des Lehrers Martin sehen Sie Mads Mikkelsen, einen der bekanntesten dänischen Schauspieler seiner Generation.

Die Prämisse klingt zunächst wie ein Scherz unter Freunden. Der norwegische Psychiater Finn Skårderud vertritt die These, dass ein leicht erhöhter Blutalkoholspiegel von etwa 0,05 Promille die Kreativität und die Lebensfreude steigern könne. Die vier Gymnasiallehrer, die im Zentrum der Handlung stehen, nehmen diese Idee beim Wort und beginnen, sie an sich selbst zu erproben.

Vinterberg führte nicht nur Regie, sondern schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Tobias Lindholm. Der Film verbindet eine tragikomische Handlung mit existenzialistischen Motiven und wurde zu einem der meistbeachteten europäischen Filme des Jahres 2020.

Was diesen Film so besonders macht, ist die Leichtigkeit, mit der er große Fragen stellt. Es geht um den Alltag zwischen Schule und Zuhause, um die Leere im Leben der Figuren und um die stille Frage, ob das, was wir täglich tun, wirklich unser eigenes Leben ist. Sie werden schnell merken: Hier wird nicht einfach eine Trinkgeschichte erzählt.

Im weiteren Verlauf dieses Beitrags schauen wir genauer hin, wie das Experiment der vier Lehrer verläuft, welche philosophischen Gedanken der Film aufgreift und warum Kierkegaard, Apollon und Dionysos dabei eine Rolle spielen. Halten Sie Ihr Glas bereit, denn die Reise dieser Männer ist alles andere als nüchtern.

Die Theorie des Finn Skårderud: Ein kleiner Promillewert als Schlüssel zum Glück

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit drei alten Freunden beim Abendessen. Das Glas ist halb leer, das Gespräch stockt, und irgendwann sagt einer von ihnen einen Satz, der alles verändert. Genau an diesem Punkt beginnt Druk, der 2020 erschienene dänische Film, der international unter dem Titel Another Round bekannt wurde. Regie führte Thomas Vinterberg, der das Drehbuch gemeinsam mit Tobias Lindholm verfasste. In der Hauptrolle sehen Sie Mads Mikkelsen als Martin, einen Gymnasiallehrer, der kaum noch spürt, dass er lebt.

Vier Kollegen unterrichten an derselben Schule. Ihre Tage gleichen einander bis zur Unkenntlichkeit: morgens zur Arbeit, abends nach Hause, dazwischen eine wachsende Leere. Martin ist besonders betroffen. Die Kommunikation mit seiner Familie ist verstummt, und er selbst hat das Gefühl, nur noch eine Hülle seiner früheren Person zu sein. Diese Ausgangslage macht den Film so eindringlich, weil sie so alltäglich ist.

Beim Geburtstagsessen ihres Freundes Nikolaj kommt die Sprache auf einen norwegischen Psychiater namens Finn Skårderud. Ihm wird die These zugeschrieben, dass ein Blutalkoholspiegel von 0,05 Promille die Kreativität und die Entspannung fördert. Demnach fehle dem Menschen von Natur aus ein winziger Promillewert, und genau dieser kleine Überschuss mache ihn offener, mutiger und lebendiger. Ob Skårderud dies jemals in dieser Zuspitzung formuliert hat, bleibt umstritten. Im Film aber wirkt der Gedanke wie ein Funke.

Die vier Männer fassen einen Entschluss. Sie wollen die Theorie an sich selbst erproben, tagsüber kontrolliert Alkohol trinken und ihre Beobachtungen schriftlich festhalten. Aus einer launigen Idee wird ein regelrechtes Experiment, halb Selbstversuch, halb psychosoziales Forschungsvorhaben. Nikolaj, Martin und ihre beiden Kollegen führen Buch, messen, notieren. Und tatsächlich scheint sich ihr Alltag zunächst zu verbessern.

Die Wirkung zeigt sich schnell. Martin spricht plötzlich wieder lebhaft mit seinen Schülern, und der Kontakt zu den Menschen um ihn herum wird spürbar besser. Auch zu Hause taut etwas auf, Gespräche mit den Ehepartnern werden wärmer, der Ton unter Kollegen freundlicher. Was der Film dabei sehr genau beobachtet: Es ist nicht nur der Alkohol. Es ist die Erlaubnis, die sich die Männer selbst geben, wieder Neugier zu empfinden. Der kleine Promillewert wird zum Vorwand für ein größeres Ja zum Leben.

Sie merken schon, wohin das führen kann. Ein Experiment lässt sich schwer an einer Grenze stoppen. Genau darin liegt die Spannung dieses Films, der mit Druk Another Round zu einem der meistbesprochenen Werke des dänischen Kinos wurde.

Vom kontrollierten Trinken zum Kontrollverlust: Die drei Phasen des Experiments

Am Anfang steht ein Abendessen. Vier Freunde treffen sich, um Nikolajs Geburtstag zu feiern, und irgendwann zwischen den Gängen erzählt Nikolaj von dem norwegischen Psychiater Finn Skårderud. Der Überlieferung nach vertritt Skårderud die These, dass ein Blutalkoholspiegel von 0,05 Promille den Menschen kreativer und entspannter macht. Die vier Männer greifen den Gedanken sofort auf. Aus einer Tischidee wird ein Vorhaben, aus dem Vorhaben ein Experiment, und aus dem Experiment eine Geschichte, die bald eine ganz eigene Richtung nimmt.

Sie beschließen, tagsüber eine kleine, genau bemessene Menge Alkohol zu trinken, die Wirkung zu beobachten und alles schriftlich festzuhalten. Was zunächst wie ein nüchterner Selbstversuch klingt, entfaltet schnell seine Wirkung. Die Stimmung hellt sich auf, Gespräche werden leichter, der Kontakt zu Schülern und Kollegen entspannter. Die vier Lehrer wirken plötzlich präsenter, wacher, zugewandter. Genau hier liegt der verführerische Kern von Druk (im internationalen Titel Another Round), dem dänischen Film aus dem Jahr 2020 unter der Regie von Thomas Vinterberg: Er zeigt zuerst die Verheißung, nicht die Gefahr.

Dann kommt der nächste Schritt. Die Männer wollen mehr. Sie erhöhen die Dosis, und mit ihr kippt der Ton des Films. Aus dem vergnügten Schwips wird eine zunehmend bedrohliche Atmosphäre. Die Szenen, in denen die vier heimlich während der Arbeitszeit trinken und dabei immer wieder knapp einer Entdeckung entgehen, schwanken zwischen Komik und Anspannung. Man lächelt, und im nächsten Moment zieht sich etwas zusammen. Vinterberg inszeniert diesen Übergang mit großer Sicherheit: Erst lässt er Sie schmunzeln, dann lässt er Sie ahnen, dass hier etwas aus dem Ruder läuft.

Die dritte Phase markiert den Punkt, an dem die Selbstkontrolle nicht mehr nur nachlässt, sondern bewusst aufgegeben wird. Statt einer maßvollen Grenze steht nun der Rausch als Ziel, die Auflösung der Kontrolle als eigentliche Idee. Martin, die zentrale Figur, gespielt von Mads Mikkelsen, zögert zunächst. Dann aber folgt er dem Ruf des Dionysos, jener Figur aus der griechischen Mythologie, die für Rausch, Ekstase und das Ungezähmte steht. Er lässt sich auf einen neuen, riskanten Lebensweg ein, getragen von einem „Was auch immer geschehen mag“.

Damit ist der Weg in die Tragödie vorgezeichnet. Was als kontrolliertes Trinken begann, wird zur bewussten Preisgabe der Beherrschung. Der Film wechselt endgültig von der heiteren Beobachtung zur existenziellen Wucht, und die Frage, ob sich das Experiment noch steuern lässt, beantwortet er auf seine eigene, unnachgiebige Weise.

Kierkegaard, Apollon und Dionysos: Die philosophischen Gegensätze in Druk

Es ist ein Satz, der nachhängt. Im Verlauf von Druk Another Round fällt das berühmte Kierkegaard-Wort: Angst ist der Schwindel der Freiheit. Søren Kierkegaard, der dänische Philosoph des 19. Jahrhunderts, beschrieb damit jenes taumelige Gefühl, das entsteht, wenn einem plötzlich alle Möglichkeiten offenstehen. Genau diese Unruhe treibt die vier Gymnasiallehrer an, von denen der Film erzählt.

Denn Stillstand ist in dieser Erzählung kein Zustand des Friedens, sondern eine schleichende Erstarrung. Martin, die zentrale Figur, gespielt von Mads Mikkelsen, hat sich in einem Leben eingerichtet, das ihn kaum noch berührt. Die Bewegung, der Rausch, das Wagnis, all das gehört für Kierkegaard zum existenziellen Erwachen. Wer sich nicht mehr bewegt, so die stille Botschaft, hört auf, wirklich zu leben. Vor diesem Hintergrund wird der Alkohol zum Katalysator einer inneren Reise.

Doch Vinterberg denkt weiter. Über die Handlung legt sich ein zweites, älteres Begriffspaar, das der Philosoph Friedrich Nietzsche in seiner Schrift Die Geburt der Tragödie entfaltet hat: das Apollinische und das Dionysische. Das Apollinische steht für Ordnung, Maß, klare Form und Sicherheit. Das Dionysische dagegen für Ekstase, Grenzüberschreitung und das Auflösen aller Kontrolle.

Zwei Lebensentwürfe, ein Widerstreit

  • Apollon Ordnung, Sicherheit, Berechenbarkeit, das geordnete Leben
  • Dionysos Ekstase, Risiko, Kontrollverlust, das entfesselte Leben

Diese Gegensätze inszeniert der Film nicht als Theorie, sondern als gelebte Spannung. Da ist die geregelte, beinahe graue Alltäglichkeit der Lehrer, ein Leben zwischen Schule und Wohnzimmer. Und da ist der Rausch, der sie beflügelt, sie kreativer und zugewandter macht, sie aber ebenso in gefährliches Fahrwasser führt. Je höher der Pegel steigt, desto deutlicher kippt die anfängliche Leichtigkeit in etwas Unkontrollierbares.

Als Martin schließlich dem dionysischen Weg folgt, wirkt das wie ein Sprung ohne Netz. Er trifft diese Entscheidung mit einer Mischung aus Trotz und Hingabe, nach dem Motto: Was auch geschehen mag. Genau hier zeigt sich, wie geschickt Vinterberg seine Figuren zwischen die beiden Pole stellt, ohne ihnen eine einfache Antwort mitzugeben.

Und das ist wohl das Klügste an diesem Film. Er verrät Ihnen nicht, welcher Lebensentwurf der richtige ist. Er breitet beide vor Ihnen aus, die Sehnsucht nach Ordnung und die Sehnsucht nach Ekstase, und überlässt Ihnen das Urteil. Am Ende bleibt eine Frage, die Sie mit nach Hause nehmen dürfen: Wie viel Apollon brauchen Sie, und wie viel Dionysos vertragen Sie?

Das tanzende Finale: Mads Mikkelsen und die Leichtigkeit des Seins

Am Ende steht Martin da, und er steht wieder auf eigenen Beinen. Beruflich hat er zu seinen Schülern zurückgefunden, und auch im Privaten hat sich manches wieder gefügt. Der Mann, der zu Beginn des Films wie ausgehöhlt durch die Flure seiner Schule schlich, ist wieder jemand geworden. Und dann tut er etwas, worauf das Publikum seit der ersten Einstellung gewartet hat.

Martin tanzt. Kein kleiner Schritt, kein verlegenes Wippen, sondern eine ausgewachsene Jazz-Ballett-Performance, mitten auf der Straße, mitten im Hafen. Mads Mikkelsen, der dänische Schauspieler, der dieser Figur von der ersten Minute an etwas Müdes, fast Erloschenes gegeben hat, wirft sich in die Bewegung, als hätte er nie etwas anderes getan. Für einen Moment sieht man keinen gebeugten Lehrer mehr, sondern einen Menschen, der seinen Körper wieder bewohnt.

Das Bittersüße daran: Eigentlich ist es kein fröhlicher Anlass, der die Freunde an diesem Tag zusammenführt. Und doch tanzt Martin. Während What a Life erklingt, löst sich die Anspannung, die sich über zwei Stunden aufgebaut hat, in einer einzigen, fast übermütigen Bewegung. Er feiert das Dasein selbst, mit allem, was es ihm zugemutet hat, und genau darin liegt die Leichtigkeit, von der der Film bis zuletzt spricht.

Und dann ist da dieser Satz, den Søren Kierkegaard, der dänische Philosoph, 1844 in Der Begriff Angst festhielt: Die Angst sei der Schwindel der Freiheit. Der Schluss bestätigt diesen Gedanken auf seine eigene, körperliche Weise. Wer sich nicht bewegt, spürt den Schwindel nicht. Wer sich aber bewegt, wer sich ins Offene wagt, der taumelt zwangsläufig. Martin taumelt. Und er lächelt dabei.

Vielleicht ist das die schönste Antwort, die Druk Another Round auf die Frage nach dem richtigen Leben gibt. Nicht ein Rezept, nicht eine Regel, sondern ein tanzender Mann am Wasser, der aufgehört hat, nach der perfekten Haltung zu suchen.

Thomas Vinterbergs persönliche Widmung: Der Verlust seiner Tochter

Hinter Druk, dem dänischen Film, der international als Another Round bekannt wurde, steht eine Geschichte, die weit über das Drehbuch hinausgeht. Thomas Vinterberg, Autor und Regisseur des Films, schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Tobias Lindholm. Und er verband damit etwas, das sich nicht planen lässt.

Ursprünglich wollte Vinterberg einen ganz anderen Film drehen. Seine Idee: eine alternative Realität, eine Welt, in der Alkohol schlicht nicht existiert. Ein Gedankenspiel über das, was gewesen wäre, hätte der Mensch diese eine Substanz nie entdeckt. So stand es in seinen ersten Überlegungen.

Dann kam der Tag, der alles veränderte. Vier Tage vor Drehbeginn starb seine Tochter Ida bei einem Verkehrsunfall. Aus dem abstrakten Gedankenspiel wurde plötzlich ein Film über das Leben selbst, über Verlust, über die Frage, wie man weitergeht. Vinterberg widmete Druk seiner Tochter.

Er drehte einige Szenen in der Klasse seiner Tochter, gemeinsam mit ihren Mitschülern. Wer den Film kennt, ahnt, was in diesen Momenten am Set geschehen sein muss. Ein Regisseur, der den Verlust seiner eigenen Tochter verarbeitet, während er mit ihren Mitschülern arbeitet. Das ist keine Marketinggeschichte. Das ist die Wahrheit hinter einem Film, der 2020 die Welt bewegte und 2021 den Oscar als bester internationaler Film gewann.

Vielleicht erklärt genau das die Wärme, die Druk Another Round durchzieht. Der Film erzählt von vier Gymnasiallehrern und ihrem Alkoholexperiment, doch unter der Oberfläche schwingt immer etwas Tieferes mit. Die Frage, was wir mit der Zeit anfangen, die uns bleibt. Die Frage, wie wir die Menschen halten, die wir lieben.

Wenn Sie den Film das nächste Mal sehen, achten Sie auf die stillen Momente. Auf die Blicke, die länger dauern, als sie müssten. Darin liegt mehr als Schauspiel. Darin liegt die Handschrift eines Mannes, der einen Film über das Leben drehte, während er um seine Tochter trauerte.

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Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem dänischen Film Druk (Another Round)?

Druk Another Round ist eine dänische Produktion aus dem Jahr 2020 unter der Regie von Thomas Vinterberg. Im Mittelpunkt stehen vier Gymnasiallehrer, die ein Experiment mit kontrolliertem Alkoholkonsum durchführen. Was als nüchterne Selbstbeobachtung beginnt, kippt nach und nach in eine existenzielle Gratwanderung zwischen Aufbruch und Kontrollverlust.

Was ist die Handlung von Druk (Another Round)?

Vier Lehrer um die Hauptfigur Martin, gespielt von Mads Mikkelsen, beschließen, tagsüber eine geringe Menge Alkohol zu trinken und die Wirkung schriftlich festzuhalten. Zunächst scheint sich ihr Leben zum Guten zu wenden. Später erhöhen sie die Dosis, bis die Sache außer Kontrolle gerät.

Wer ist Finn Skårderud und was besagt seine Theorie?

Finn Skårderud ist ein norwegischer Psychiater. Ihm wird die These zugeschrieben, dass ein Blutalkoholspiegel von 0,05 Promille die Kreativität und die Entspannung fördert. Genau diese Idee greifen die vier Freunde auf und machen sie zum Ausgangspunkt ihres Experiments.

Warum wird in Druk Kierkegaard zitiert?

Im Film wird der dänische Philosoph Søren Kierkegaard mit dem Satz zitiert: „Angst ist der Schwindel der Freiheit.“ Der Gedanke stammt aus seinem Werk „Der Begriff Angst“ von 1844. Er passt, weil die Figuren genau an diesem Punkt stehen: zwischen Stillstand und dem beunruhigenden Drang, sich zu bewegen.

Welche Rolle spielen Apollon und Dionysos in Druk?

Druk greift das Gegensatzpaar des Apollinischen und Dionysischen auf, das auf Friedrich Nietzsche zurückgeht. Auf der einen Seite stehen Ordnung, Disziplin und ein geregeltes, aber monotones Leben. Auf der anderen Seite stehen Rausch, Risiko und Hingabe. Martin bewegt sich im Verlauf des Films immer weiter auf die dionysische Seite zu.

Wie endet der Film Druk mit Mads Mikkelsen?

Am Ende sehen wir Martin als einen Mann, der sowohl im Privaten als auch im Beruf wieder Boden unter den Füßen gefunden hat. In der Schlussszene vollführt er einen ausgelassenen Tanz, den er sich das ganze Werk über nicht zugetraut hatte. Der Film endet damit in einer Mischung aus Leichtigkeit und Melancholie.

Was bedeutet der Tanz am Ende von Druk?

Der Tanz steht für das Ja zum Leben in all seinen Widersprüchen. Martin muss nicht mehr perfekt funktionieren, er darf sich dem Augenblick überlassen. Damit schließt sich der Bogen zum Kierkegaard-Zitat: Erst die Angst vor der eigenen Freiheit macht den mutigen Schritt ins Dasein möglich.

Hat Thomas Vinterberg Druk seiner Tochter gewidmet?

Ja. Vinterbergs Tochter Ida kam 2019, vier Tage vor Drehbeginn, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Film ist ihrem Andenken gewidmet, und einzelne Szenen wurden in ihrer Schulklasse und mit ihren Mitschülern gedreht. Hinweis der Redaktion: Nicht abschliessend bestätigte Angaben werden im Text ausdrücklich als unsicher gekennzeichnet.

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