# Chess of the Wind: Verbotener Iran-Film aus dem Trödelladen

*Film, TV & Musik · Emre Şahin · 2026-09-21*

## Key facts

- Chess of the Wind wurde 1976 in Teheran gedreht und erzählt von einem Machtkampf um das Erbe einer Aristokratenfamilie.
- Der Film lief nur wenige Male öffentlich und galt danach als verschollen.
- Die Filmrollen wurden Jahrzehnte später in einem Trödelladen wiedergefunden.
- Die Wiederentdeckung geht maßgeblich auf Gita Aslani zurück, die Tochter des Regisseurs, die zu dem Film forschte.
- Nach der Restaurierung wurde die wiederhergestellte Fassung ab 2020 auf internationalen Festivals gezeigt.

Das Wichtigste in Kürze

Chess of the Wind entstand 1976 in Teheran unter der Regie von Mohammad Reza Aslani. Nach nur wenigen Vorführungen verschwand der Film aus den Kinos und blieb über Jahrzehnte unauffindbar. Die erhaltenen Filmrollen wurden später in einem Trödelladen entdeckt und aufwendig restauriert. Seit 2020 wird die wiederhergestellte Fassung international auf Festivals gezeigt.

## Ein Film, der verschwand: Wie *Chess of the Wind* Jahrzehnte später in einem Trödelladen wieder auftauchte

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen 1976 in einem Teheraner Kino. Der Saal ist fast leer. Auf der Leinwand läuft das Debüt eines Regisseurs, der eigentlich als Dichter bekannt ist, und kaum jemand ahnt, dass hier gerade Filmgeschichte geschrieben wird. Genau so muss es gewesen sein, als *Chess of the Wind* (im Persischen *Shatranj-e Baad*, zu Deutsch etwa „Das Schachspiel des Windes") von Mohammad Reza Aslani in die Kinos kam. Der Publikums- und Kritikererfolg blieb aus. Der Überlieferung nach wurde der Film in Teheran nur sehr wenige Male gezeigt, in nahezu leeren Vorführungen.

Doch damit begann erst das eigentliche Drama. Noch in den unruhigen Jahren vor der Islamischen Revolution verboten die damaligen Machthaber den Film. Danach verlor sich jede Spur. Das Negativ galt jahrzehntelang als verschollen, und wer nach *Chess of the Wind* suchte, stieß auf eine Leerstelle. Ein Film, der einmal existiert hatte und nun einfach nicht mehr da war.

Jahre später nahm sich Gita Aslani, die Tochter des Regisseurs, der Sache an. Berichten zufolge wollte sie den verschwundenen Film ihres Vaters für ihre Doktorarbeit in Paris nutzen und bat ihren in Teheran lebenden Bruder um Unterstützung. Die Archive wurden durchforstet, die Suche blieb zunächst ergebnislos. Und dann geschah das, was man kaum glauben mag: Laut der ursprünglichen Erzählung tauchten die Filmrollen eher zufällig wieder auf, in einem Trödelladen, zwischen stapelweise Filmkisten. Ein Stück verschwundener Kinogeschichte, verstaubt und vergessen, wartete dort auf seine Entdeckung.

Die Kopie wurde nach Europa gebracht und dort restauriert. Verantwortlich war das World Cinema Project der Film Foundation, jener Initiative, die der Regisseur Martin Scorsese mitbegründet hat und die sich der Rettung bedrohter Filme aus aller Welt widmet. Nach der Restaurierung wurde *Chess of the Wind* auf bedeutenden Festivals gezeigt. Für viele Kritikerinnen und Kritiker war da ein Schatz gehoben worden, den man längst verloren geglaubt hatte.

## Ein misslungenes Debüt und ein Verbot: Wie Chess of the Wind in Teheran unterging

Stellen Sie sich einen Kinosaal in Teheran im Jahr 1976 vor. Die Lichter gehen aus, der Film beginnt, und als sie wieder angehen, ist der Saal beinahe leer. So in etwa muss sich der Abend angefühlt haben, an dem **Chess of the Wind** einer der wenigen Vorführungen auf einer iranischen Leinwand lief. Hinter diesem Titel steht Mohammad Reza Aslani, geboren 1943, ein iranischer Regisseur, Drehbuchautor und Dichter. Chess of the Wind war sein erster Langfilm, und er kam 1976 in Teheran in die Kinos.

Es wurde ein Debüt, das nach hinten losging. Der Überlieferung nach wurde der Film in Teheran nur sehr wenige Male gezeigt. Die genaue Zahl der Vorführungen lässt sich heute nicht mehr sichern, doch die Erzählung von einem nahezu leeren Saal bei einer der Aufführungen hat sich gehalten. Kritik und Publikum nahmen den Film kaum wahr, von einem Erfolg konnte keine Rede sein.

Doch damit begann erst das eigentliche Unglück. In den unruhigen Jahren vor der Islamischen Revolution griffen die damaligen Machthaber ein und verboten Chess of the Wind. Ein Film, der gerade erst in den Kinos angekommen war, verschwand damit wieder aus dem öffentlichen Blickfeld. Was folgte, war kein kurzes Verstummen, sondern ein jahrzehntelanges Verschwinden.

So steht am Anfang dieser Geschichte kein triumphales Debüt, sondern ein doppelter Schlag: die Gleichgültigkeit des Publikums und das Verbot durch den Staat. Beides zusammen machte aus einem gerade erst erschienenen Film ein Werk, das für lange Zeit niemand mehr sehen konnte.

Für Aslani, der neben seiner Regiearbeit auch als Dichter in Erscheinung trat, blieb Chess of the Wind damit ein früher, schmerzhafter Bruch. Der Film, an den er seine Hoffnungen geknüpft haben dürfte, war schon nach wenigen Tagen aus den Kinosälen verschwunden, und bald darauf auch aus jeder öffentlichen Wahrnehmung. Wie es dazu kam, dass dieses verschollene Werk Jahrzehnte später doch noch ein Publikum fand, ist eine eigene Geschichte.

## Gita Aslani und die Suche nach einem verschollenen Film

Stellen Sie sich vor, Ihr Vater hat vor Jahrzehnten einen Film gedreht, der verboten wurde und dann für immer verschwand. Genau in dieser Lage befand sich Gita Aslani. Sie arbeitete in Paris an ihrer Doktorarbeit und wollte das verschollene Werk ihres Vaters, des iranischen Regisseurs und Dichters Mohammad Reza Aslani, für ihre Forschung nutzen. Also machte sie sich auf die Suche. Der Überlieferung nach bat sie dabei ihren Bruder, der in Teheran lebte, um Unterstützung. Wie genau die beiden zusammenarbeiteten und wer welche Aufgabe übernahm, lässt sich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.

Was folgte, war ernüchternd. Gita Aslani durchforstete Archive, spürte Hinweisen nach, fragte bei Stellen an, die vielleicht eine Kopie besitzen könnten. Nichts. Der Film blieb verschwunden. Nach all den Jahren des Verbots schien es, als hätte *Chess of the Wind* endgültig seinen Weg ins Vergessen gefunden. Für eine Tochter, die das Vermächtnis ihres Vaters retten wollte, muss das ein schwerer Moment gewesen sein.

Dann kam der Zufall ins Spiel. Berichten zufolge tauchten die Filmrollen in einem Trödelladen wieder auf, irgendwo zwischen stapelweise Kisten und vergessenen Dingen. Die genauen Umstände dieses Funds gelten jedoch als nicht gesichert. Ob es tatsächlich ein Trödelladen war, ob eine einzelne Kopie oder mehrere Rollen entdeckt wurden, all das bleibt im Unklaren. Sicher ist nur: Der Film war wieder da.

Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Der Überlieferung nach war das Werk im Iran weiterhin verboten, weshalb die Kopie außer Landes gebracht wurde. Ob dieses Verbot der eigentliche Grund für die Ausfuhr war, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Fest steht, dass der Film nach Europa gelangte und dort eine zweite Chance erhielt, weit entfernt von dem Publikum, das ihn einst kaum beachtet hatte.

So verwandelte sich eine persönliche Suche in eine Wiederentdeckung, die niemand geplant hatte. Eine Tochter, die ihren Vater ehren wollte, ein Bruder in Teheran, ein Zufallsfund zwischen alten Filmrollen. Manchmal, so scheint es, braucht ein verschollenes Kunstwerk einfach jemanden, der nicht aufgibt.

## Von Teheran nach Europa: Scorseses World Cinema Project und die Restaurierung

Stellen Sie sich vor, ein Film liegt jahrzehntelang in irgendeinem Lager, vergessen, halb verrottet, und plötzlich hält ihn jemand wieder in den Händen. Genau das geschah mit **Chess of the Wind**. Und dass wir diesen Film heute überhaupt sehen können, verdanken wir einer internationalen Rettungsaktion, an deren Ende ein sehr bekannter Name steht.

Martin Scorsese, der amerikanische Regisseur, ist einer der Gründer des *World Cinema Project*, eines Programms seiner *Film Foundation*, das sich der Rettung und Restaurierung bedrohter Filme aus aller Welt verschrieben hat. Dieses Projekt nahm sich auch des lange verschollenen Werks von Mohammad Reza Aslani an. Die Kopie wurde für die Restaurierung außer Landes gebracht. Ob dabei ein im Iran fortbestehendes Verbot der eigentliche Grund war, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht sicher belegen. Der Überlieferung nach spielte dieser Umstand jedoch eine Rolle.

Nach der Restaurierung wurde **Chess of the Wind** auf bedeutenden internationalen Festivals gezeigt, unter anderem in der Reihe *Cannes Classics*. Das genaue Jahr 2020 ist allerdings nicht in allen Quellen sicher bestätigt. Für viele Kritikerinnen und Kritiker war die wiederentdeckte Fassung nichts weniger als ein ans Licht geholter Schatz.

Ein Film, der in Teheran kaum jemand gesehen hatte, stand plötzlich auf denselben Bühnen wie die großen Klassiker des Weltkinos. Aus einem vergessenen Karton war ein Stück Filmgeschichte geworden.

Was diese Rettung so besonders macht, ist die Verbindung zweier Welten. Auf der einen Seite ein iranisches Werk, das zu seiner Zeit niemand sehen durfte. Auf der anderen Seite ein internationales Netzwerk aus Archiven und Filmschaffenden, das genau dafür geschaffen wurde, solche Verluste zu verhindern. Ohne diese Zusammenarbeit wäre **Chess of the Wind** vermutlich für immer verschwunden geblieben.

## Worum es in Chess of the Wind geht: Erbe, Macht und ein poetischer Blick

Stellen Sie sich ein herrschaftliches Haus vor, irgendwo im Iran der späten Qajar- oder frühen Pahlavi-Zeit. Die Herrin ist tot. Zurück bleiben ein Vermögen, ein Rollstuhl und Menschen, die einander belauern. Genau in dieser Gemengelage entfaltet **Chess of the Wind** seine Spannung. Der Film erzählt ein Drama um eine wohlhabende Familie, in dem es vordergründig um Geld geht und hintergründig um etwas viel Kälteres: um die Frage, wer überhaupt das Recht hat, sich Erbe zu nennen.

Der Überlieferung nach steht im Zentrum ein Erbschaftskonflikt um Hacı Amoo, den Stiefvater der im Rollstuhl lebenden Aghdas, sowie um zwei Neffen. Die genauen Namen und verwandtschaftlichen Verhältnisse lassen sich allerdings nicht sicher verifizieren; gesichert ist nur die Grundkonstellation aus Erbstreit, einem Familienoberhaupt und einer Figur, die an den Rollstuhl gebunden ist. Aghdas denkt nicht daran, das Vermögen ihrer Mutter kampflos herzugeben. Und sie ist nicht die Einzige, die Ansprüche anmeldet. Einer der Neffen träumt bereits davon, durch eine Heirat mit Aghdas Anteil am Erbe zu gewinnen. Ein Haus voller Begehren, das sich hinter Höflichkeit versteckt.

### Warum der Film für seine Zeit so ungewöhnlich war

Chess of the Wind gilt als für seine Zeit außergewöhnlich kühn. Die poetische Sprache allein wäre schon bemerkenswert, doch hinzu kommen Anspielungen, die in der Rezeption als homoerotisch gedeutet werden, insbesondere zwischen Aghdas und dem jungen Hausmädchen. Eine konkrete Deutung dieser Szenen ist nicht sicher bestätigt, doch sie gehören zu dem, was den Film bis heute so besonders macht. In der iranischen Kinolandschaft vor der Islamischen Revolution war das ein riskanter Ton.

### Ein französischer Schatten: Diabolique

In der Rezeption wird die Handlungsstruktur immer wieder mit Henri-Georges Clouzots *Diabolique* aus dem Jahr 1955 verglichen. Eine strukturelle Ähnlichkeit ist nicht sicher bestätigt, doch der Vergleich drängt sich auf: Beide Filme bauen ihre Spannung auf einem Geflecht aus Schuld, Täuschung und einem Haus auf, in dem niemand dem anderen traut. Reza Aslani soll laut seiner Tochter stark vom europäischen Kino beeinflusst gewesen sein und stets Filme im europäischen Stil angestrebt haben. Man merkt es an der ruhigen, fast kontemplativen Kamera, die dem Geschehen etwas Schwebendes gibt.

So wird aus einem Erbstreit weit mehr als ein Krimi. Es ist ein Film über Macht, die sich in Blicken und Schweigen zeigt, und über ein Kino, das sich damals etwas zutraute, was heute noch nachklingt.

## Warum Chess of the Wind heute mehr ist als eine Wiederentdeckung

Man kann diesen Film als ein Vermächtnis lesen. **Chess of the Wind** gehört zum Bedeutendsten, was das iranische Kino vor der Islamischen Revolution von 1979 hervorgebracht hat. Der Regisseur Mohammad Reza Aslani, 1943 geboren, war Regisseur und Dichter zugleich, und diese doppelte Herkunft merkt man jedem Bild an. Sein Werk wirkt wie ein Fundstück aus einer untergegangenen Welt, und genau darin liegt seine Anziehungskraft.

Lange war dieser Schatz für das Publikum unerreichbar. Das World Cinema Project der Film Foundation, mitbegründet von Martin Scorsese, hat die Kopie restauriert und auf großen Festivals gezeigt, unter anderem in der Reihe Cannes Classics. Der Überlieferung nach geschah das im Jahr 2020. Erst dadurch wurde das Werk einem internationalen Publikum überhaupt zugänglich. Wer den Film heute sieht, sieht ihn in einer Form, die es zu Aslanis Lebzeiten kaum gegeben hätte.

Und genau hier wird die Geschichte größer als ein einzelner Film. Sie erzählt davon, wie Zensur, Zufall und internationale Restaurierungsarbeit zusammenwirken können. Ein Werk, das vor der Revolution von den damaligen Machthabern verboten und jahrzehntelang nicht gezeigt wurde, das danach als verschollen galt, kehrt Jahrzehnte später zurück auf die Leinwand. Das ist keine trockene Filmgeschichte, das ist ein Stück gelebte Widerstandskraft.

Verbot

Der Film wurde 1976/77 von den Behörden des Schah-Regimes untersagt und über Jahrzehnte nicht gezeigt.

Verlust

Das Negativ galt lange als verschollen. In den 2010er Jahren tauchte es wieder auf.

Rettung

Das World Cinema Project der Film Foundation restaurierte das Werk für ein internationales Publikum.

Für Cineastinnen und Cineasten ist das ein Glücksfall. Sie können einen Film sehen, der beinahe für immer verloren gewesen wäre, und dabei spüren, wie viel Glück, Beharrlichkeit und internationale Solidarität nötig waren, um ihn zurückzuholen. Vielleicht ist das die schönste Lektion dieser Geschichte: Manche Bilder verschwinden nicht wirklich. Sie warten nur darauf, wiederentdeckt zu werden.


## Frequently asked questions

**Was ist Chess of the Wind und worum geht es in dem Film?**

Chess of the Wind ist der erste Langfilm des iranischen Regisseurs und Dichters Mohammad Reza Aslani, uraufgeführt 1976 in Teheran. Erzählt wird die Geschichte einer wohlhabenden Familie, in deren Zentrum ein erbitterter Erbstreit steht: Nach dem Tod der Hausherrin betrachtet ihr zweiter Ehemann Hacı Amoo den gesamten Besitz als sein Eigentum, während ihre Tochter Aghdas, die im Rollstuhl lebt, sich weder ihm noch dem Verlust des Vermögens beugen will. Auch zwei Neffen buhlen um die Erbschaft.

**Wer drehte Chess of the Wind und warum wurde der Film verboten?**

Regie führte Mohammad Reza Aslani, ein iranischer Filmemacher und Dichter, geboren 1943. Sein Debüt kam 1976 in die Kinos, doch schon kurz darauf verboten die Behörden des Schah-Regimes den Film. Der Überlieferung nach lief er in Teheran nur sehr wenige Male und soll bei Kritik und Publikum durchgefallen sein. Nach der Islamischen Revolution blieb er jahrzehntelang gesperrt.

**Warum galt Chess of the Wind jahrzehntelang als verschollen?**

Nach dem Verbot verschwand das Material aus den Archiven, und der Film galt über Jahrzehnte als verloren. Berichten zufolge ließ sich das Negativ lange nicht auffinden, sodass eine ganze Generation von Cineasten das Werk nur vom Hörensagen kannte. Erst in den 2010er Jahren tauchte eine Kopie wieder auf, was die Grundlage für die spätere Restaurierung schuf.

**Wie wurde Chess of the Wind in einem Trödelladen wiederentdeckt?**

Der Wiederentdeckung ging eine hartnäckige Suche voraus. Der Überlieferung nach stieß die Familie Aslani bei ihren Nachforschungen auf Filmrollen, die in einem Trödelladen aufgetaucht waren. Die genauen Umstände dieses Funds sind allerdings nicht gesichert. Fest steht, dass eine Kopie des lange verlorenen Werks auf diese Weise wieder ans Licht kam.

**Wer ist Gita Aslani und welche Rolle spielte sie bei der Wiederentdeckung?**

Gita Aslani ist die Tochter des Regisseurs. Laut der ursprünglichen Erzählung suchte sie während ihrer Doktorarbeit in Paris nach dem verschollenen Film ihres Vaters und bat ihren in Teheran lebenden Bruder um Unterstützung. Über die genauen Rollen und Aufenthaltsorte der Beteiligten gibt es jedoch unterschiedliche Angaben. Sicher ist, dass die Familie maßgeblich an der Wiederauffindung beteiligt war.

**Was hat Martin Scorseses World Cinema Project mit Chess of the Wind zu tun?**

Martin Scorsese ist einer der Gründer des World Cinema Project innerhalb seiner Film Foundation, die sich der Restaurierung internationaler Filme widmet. Dieses Projekt nahm sich auch Chess of the Wind an und brachte das beschädigte Material in einen vorzeigbaren Zustand zurück. So wurde ein Werk gerettet, das zuvor als endgültig verloren gegolten hatte.

**Wann und wo wurde Chess of the Wind restauriert gezeigt?**

Nach der Restaurierung wurde der Film auf bedeutenden Festivals präsentiert, unter anderem in der Reihe Cannes Classics. Das genaue Jahr ist nicht sicher bestätigt. Für viele Kritiker gilt die wiederentdeckte Fassung als ein Schatz, der dem iranischen Kino vor der Revolution nachträglich zu spätem Ruhm verholfen hat.

**Hat sich Mohammad Reza Aslani für Chess of the Wind von Diabolique inspirieren lassen?**

Henri-Georges Clouzots Klassiker Diabolique stammt aus dem Jahr 1955. In der Rezeption wird die Handlungsstruktur von Chess of the Wind mehrfach mit diesem französischen Thriller verglichen. Laut der ursprünglichen Erzählung sagte Aslanis Tochter, ihr Vater sei stark vom europäischen Kino beeinflusst gewesen und habe stets Filme im europäischen Stil drehen wollen. Eine direkte Vorlage lässt sich daraus jedoch nicht sicher belegen. Hinweis der Redaktion: Angaben, die sich nicht eindeutig belegen lassen, sind im Text ausdrücklich als unbestätigt gekennzeichnet.

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