# 25 Death Metal Alben für Einsteiger: Von Symbolic bis Seven Churches

*Film, TV & Musik · Emre Şahin · 2026-08-21*

## Key facts

- Die Auswahl reicht von den Ursprüngen des Genres in den 1980er Jahren bis zu zeitgenössischen Produktionen.
- Jedes Subgenre wie Melodic Death Metal, Technical Death Metal und Progressive Death Metal wird mit repräsentativen Alben abgedeckt.
- Die Liste eignet sich sowohl für absolute Neulinge als auch für Hörer, die ihr Wissen vertiefen möchten.
- Viele der genannten Alben gelten als Meilensteine und haben die Entwicklung des Genres maßgeblich geprägt.

Das Wichtigste in Kürze

Diese Liste präsentiert 25 wegweisende Alben des Death Metal, die sich ideal für den Einstieg eignen. Sie umfasst Klassiker wie "Symbolic" von Death und "Seven Churches" von Possessed sowie moderne Werke von Bands wie Opeth und Gojira. Die Auswahl deckt alle wichtigen Subgenres ab.

## 25 Death Metal Alben für Einsteiger: Von Symbolic bis Seven Churches

Sie haben sich in den Death Metal verliebt, die Grundlagen verstanden, doch nun möchten Sie tiefer eintauchen und die Alben entdecken, die Kenner seit Jahrzehnten schätzen? Dann sind Sie hier genau richtig. Diese 25 Alben sind keine trockene Liste, sondern eine Einladung zu einer Reise durch die dunklen, faszinierenden und oft missverstandenen Gefilde des extremen Metals. Lassen Sie sich überraschen, denn diese Musik hat weit mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Bevor wir eintauchen, eine kurze Einordnung: Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder eine objektive Rangliste. Es sind 25 besondere Werke, die den Death Metal geprägt haben, ihn weiterentwickelten oder schlicht auf eine Art berühren, die ihresgleichen sucht. Sie finden hier puren Old School Death Metal, aber auch melodische, progressive und sogar blackened Varianten. Einzig der Doom Death wurde weitgehend außen vor gelassen, da er in einer eigenen Betrachtung besser aufgehoben ist. Betrachten Sie diese Liste also als eine Schatzkarte, die verschiedene Facetten dieser vielfältigen Musikrichtung zeigt.

### Death: Symbolic (1996)

Der Einstieg in diese Reise führt über eine Band, die den Death Metal nicht nur mitdefinierte, sondern immer wieder neu erfand. Death, gegründet vom legendären Gitarristen und Sänger Chuck Schuldiner, begann Anfang der Achtziger mit rohem, gore-lastigem Death Metal. Doch mit jedem Album wurde die Musik komplexer, die Texte philosophischer und die progressive Ader stärker. Schuldiner, der 2001 viel zu früh an den Folgen eines Hirntumors verstarb, war das kreative Genie hinter dieser Entwicklung. Er war für den Death Metal, was Michael Jordan für den Basketball war: eine unerreichbare Ikone, die ihr Genre auf ein neues Level hob.

Die Wahl fiel auf **Symbolic**, ein Album, das die progressiven Elemente der Band perfekt einfängt. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet dieses Werk hier steht. Wer Death noch nicht kennt, dem sei der Titelsong ans Herz gelegt. Er zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie weit sich die Band von ihren Wurzeln entfernt hatte und welche einzigartige Position sie innerhalb des Genres einnahm. Es ist Musik, die man nicht nur hört, sondern die man erlebt.

### Necrophagist: Onset of Putrefaction (1999)

Nachdem wir die Genialität von Chuck Schuldiner gewürdigt haben, treffen wir auf einen Musiker, der ihm auf Augenhöhe begegnet: Muhammed Suiçmez. Der in Deutschland lebende Gitarrist türkischer Herkunft ist das Herzstück von Necrophagist und wird in der internationalen Fachpresse oft als "Genie" bezeichnet. Auf dem Debütalbum **Onset of Putrefaction** spielte er nicht nur alle Instrumente selbst ein, sondern programmierte auch das Schlagzeug. Dieses Album ist ein atemberaubendes Feuerwerk an technischer Finesse, das die Grenzen des Machbaren auslotet. Die Musik ist mechanisch präzise, aber dennoch erstaunlich musikalisch und erinnert in ihrer Komplexität an klassische Kompositionen.

Lassen Sie sich nicht täuschen: Hier erwartet Sie keine spirituelle Reise wie bei Death. Dies ist technischer Death Metal in seiner reinsten, kompromisslosesten Form. Ein Erlebnis für alle, die Gitarrentechnik als Kunstform betrachten.

### Asphyx: The Rack (1991)

Nach den technischen Meisterleistungen geht es nun ans Eingemachte. Die niederländische Band Asphyx hat mit **The Rack** ein Album geschaffen, das man am treffendsten als "Musik, die den Hörer verprügelt" beschreiben könnte. Sobald das kurze Ambient-Intro verklungen ist, wird man von einer Welle aus roher Gewalt überrollt. Der Gesang von Martin van Drunen ist eine einzige, schmerzerfüllte Aggressionsattacke, die unter die Haut geht. Die Musik ist chaotisch und erdrückend, wechselt aber immer wieder in groovige, mitreißende Passagen, die den Kopf unwillkürlich nicken lassen.

Doch The Rack ist mehr als nur pure Gewalt. Immer wieder blitzen doomige, erdrückende Riffs auf, die eine dunkle, beklemmende Atmosphäre erzeugen. Es ist diese Mischung aus brachialer Wut und doomiger Schwere, die dieses Album zu einem zeitlosen Klassiker macht. Ein intensives Hörerlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

### Morbid Angel: Altars of Madness (1989)

Mit **Altars of Madness** betreten wir die heiligen Hallen des Death Metal. Dieses Album, das Debüt von Morbid Angel aus Florida, gilt zu Recht als eines der einflussreichsten Werke des Genres. Es ist die Antwort auf die Frage, was Death Metal eigentlich ausmacht. Die Band kombinierte die Geschwindigkeit und Dynamik von Slayer mit der chaotischen und bösartigen Energie von Possessed. Das Ergebnis ist ein Album, das wie ein musikalischer Wirbelsturm wirkt und unzählige Bands nachhaltig beeinflusst hat. Jeder einzelne Song ist ein Hit, ein Statement, das die rohe Kraft und die düstere Faszination dieser Musikrichtung perfekt einfängt. Ein absolutes Muss für jeden, der verstehen möchte, warum der Death Metal so ist, wie er ist.

### Deicide: Deicide (1990)

Ein weiterer Eckpfeiler des Florida Death Metal ist das selbstbetitelte Debüt von Deicide. Der Bandname bedeutet übersetzt "Gottesmörder" und gibt bereits einen Vorgeschmack auf das, was den Hörer erwartet: kompromissloser, antichristlicher Death Metal. Sänger und Bassist Glen Benton, dessen kontroverse Persönlichkeit nicht unerwähnt bleiben soll, liefert einen für die damalige Zeit ungewöhnlich tiefen und aggressiven Gesang ab. Die Gitarrenriffs sind weniger auf reine Geschwindigkeit ausgelegt, sondern erschaffen eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die perfekt zur blasphemischen Thematik passt. Mit Songs wie "Sacrificial Suicide" und "Dead by Dawn" ist dieses Album ein Paradebeispiel für die rohe, ungestüme Energie der frühen Death-Metal-Szene Floridas.

### Cannibal Corpse: Tomb of the Mutilated (1992)

Cannibal Corpse ist eine Band, die es geschafft hat, mit derart extremen und tabubrechenden Texten und Artworks zu einer der bekanntesten Bands des Genres zu werden. Man sollte meinen, dass eine Gruppe, die von Leichen, Gewalt und Verstümmelung singt, niemals populär werden könnte. Doch genau das ist ihnen gelungen. Ihr Song "Hammer Smashed Face" wurde sogar in der Komödie "Ace Ventura: Ein tierisches Detektiv" mit Jim Carrey verwendet. **Tomb of the Mutilated** ist ein Album, das all die kranken und perversen Themen, die man sich vorstellen kann, in sich vereint und sie mit einer erschreckenden Ernsthaftigkeit als Kunstwerk präsentiert. Die Musik ist ein einziger Angriff auf die Sinne: Das Schlagzeug hämmert, der Bass nagt, die Gitarren häuten und der Gesang brüllt seine Lust daran direkt ins Ohr. Ein Album, das auch Jahre später nichts von seiner Schockwirkung und musikalischen Intensität verloren hat.

### Obituary: Slowly We Rot (1989)

Wenn es um Death-Metal-Vokalisten geht, führt an John Tardy kein Weg vorbei. Sein unverwechselbarer, gutturaler Schrei ist legendär und hat Generationen von Sängern beeinflusst. Auf dem Debütalbum von Obituary, **Slowly We Rot**, ist dieser Gesang das dominierende Element. Die Musik darunter ist eine perfekte Mischung aus roher Geschwindigkeit und groovigen, fast schon tanzbaren Riffs. Die Produktion mag heute etwas veraltet und primitiv wirken, doch genau das verleiht dem Album seinen unverwechselbaren Charme. Es ist diese düstere, fast faulige Atmosphäre, die den Hörer in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Ein absoluter Meilenstein des Genres und ein Pflichttermin für jeden Death-Metal-Fan.

### Nile: Amongst the Catacombs of Nephren-Ka (1998)

Nile entführt uns in eine völlig andere Welt: das alte Ägypten. Die Band aus South Carolina verbindet technisch anspruchsvollen Death Metal mit Elementen der ägyptischen Musik. Flöten, orientalische Instrumente und Riffs, die wie ein heißer Wüstenwind wirken, verleihen der Musik eine einzigartige, exotische Note. Trotz dieser Einflüsse bleibt die Musik erstaunlich chaotisch und kompromisslos. Das Debütalbum **Amongst the Catacombs of Nephren-Ka** ist ein intensives Hörerlebnis, das vor allem ungeübten Ohren einiges abverlangt. Die Songs sind unvorhersehbar und wechseln abrupt ihre Stimmung. Ein guter Einstiegspunkt ist der Song "Ramses Bringer of War", der auf Gustav Holsts berühmtem Orchestersatz "Mars, der Kriegsbringer" basiert und die epische und technische Seite der Band perfekt präsentiert.

### Bloodbath: Nightmares Made Flesh (2004)

Nach all den ernsten und bahnbrechenden Alben ist es Zeit für ein kleines musikalisches Fest. Bloodbath ist eine schwedische Supergroup, die gegründet wurde, um dem Old School Death Metal zu huldigen. Die Besetzung liest sich wie das Who-is-Who der schwedischen Metalszene: Peter Tägtgren von Hypocrisy, Anders Nyström und Jonas Renkse von Katatonia, Dan Swanö von Edge of Sanity und Martin Axenrot von Opeth. Auf **Nightmares Made Flesh** (2004) liefert diese Traummannschaft ein Album ab, das die rohe Energie der späten Achtziger mit einer modernen, frischen Produktion verbindet. Das Ergebnis ist ein mitreißendes, kompromissloses Death-Metal-Album, das den Geist der alten Schule atmet, ohne in die Vergangenheit abzutauchen.

### Carcass: Heartwork (1993)

Die britische Band Carcass begann ihre Karriere als eine der Vorreiter des Goregrind, einer extremen Spielart, die sich lyrisch mit medizinischen und anatomischen Themen beschäftigte. Doch mit den Jahren entwickelte sich der Sound der Band weiter. 1993, in einer Zeit des Umbruchs in der Metalszene, veröffentlichten sie **Heartwork**. Die Texte wandten sich von den blutigen Themen ab und beschäftigten sich nun mit menschlichen Emotionen und düsteren Naturbetrachtungen. Musikalisch schlugen sie einen melodischeren, zugänglicheren Weg ein, ohne ihre Härte zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Album, das als einer der Wegbereiter des Melodic Death Metal gilt und bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Songs wie "This Mortal Coil" sind perfekte Beispiele für diese gelungene Symbiose aus Härte und Melodie. Ein idealer Einstieg für alle, die sich dem Death Metal über melodischere Gefilde nähern möchten.

### Suffocation: Effigy of the Forgotten (1991)

Aus New York kommt eine der wichtigsten Bands für die Entwicklung des technischen und brutalen Death Metal: Suffocation. Ihr Debütalbum **Effigy of the Forgotten** ist ein Meisterwerk der Extreme. Die Band schafft einen perfekten Balanceakt zwischen atemberaubender technischer Präzision und purer, ungezügelter Brutalität. Diese Mischung machte sie zu einer Inspirationsquelle für unzählige Bands, sowohl im technischen als auch im brutalen Lager. Die Produktion von Scott Burns fängt die düstere und aggressive Stimmung des Albums perfekt ein. Ergänzt wird das Ganze durch das ikonische Cover-Artwork von Dan Seagrave, das die morbide Ästhetik der Musik perfekt visualisiert.

### Pestilence: Consuming Impulse (1989)

Wir kehren zurück zu Martin van Drunen, der hier, anders als bei Asphyx, einen aggressiveren und weniger schmerzerfüllten Gesangsstil an den Tag legt. Auf **Consuming Impulse** von Pestilence aus den Niederlanden ist der Gesang zweifellos das dominierende Element. Musikalisch bietet das Album eine Mischung aus Thrash- und Death Metal, die technisch nicht überfrachtet ist, aber dennoch präzise und druckvoll klingt. Angesichts des Erscheinungsjahres 1989 wirkt das Album wie eine Blaupause für den modernen Death Metal. Die Texte sind dabei oft beklemmend und handeln von Ausweglosigkeit und Bedrohung. Ein wegweisendes Album, das die Entwicklung des Genres maßgeblich mitgeprägt hat.

### Obscenity: 3rd Chapter (1996)

Die deutsche Band Obscenity mag nicht den gleichen Bekanntheitsgrad wie andere Bands auf dieser Liste haben, doch ihr drittes Album **3rd Chapter** ist ein verstecktes Juwel. Auf den ersten Blick wirkt das Album mit seinem unscheinbaren Cover und dem seltsamen Ambient-Intro wenig einladend. Doch sobald der erste Song "Disgrace Over You" einsetzt, wird man in den Bann gezogen. Obscenity kombinieren hier auf ungewöhnliche Weise typische Death-Metal-Elemente mit melodischen und melancholischen Passagen. Diese überraschenden Wendungen machen das Album zu einem abwechslungsreichen und spannenden Hörerlebnis. Auch inhaltlich gehen die Texte über das übliche Schlachten hinaus und greifen soziale Themen auf. Ein Album für alle, die abseits der ausgetretenen Pfade nach musikalischen Schätzen suchen.

### Bolt Thrower: ...For Victory (1994)

Bolt Thrower ist eine Band, die sich nie neu erfunden hat, und genau das ist ihre Stärke. Die Briten liefern seit Jahrzehnten denselben erdrückenden, kriegsverherrlichenden Death Metal ab. Ihre Musik ist simpel, roh und meist langsam, aber von einer unglaublichen Wucht. Man fühlt sich, als würde man neben einem Panzer herlaufen, der alles plattwalzt, was ihm in den Weg kommt. Auf **...For Victory** aus dem Jahr 1994 ist diese Formel perfekt umgesetzt. Ein besonderes Detail: Bassistin Jo Bench gilt laut Überlieferung als eine der ersten Frauen, die in einer extremen Metal-Band spielte. Sie ist auf allen Alben der Band zu hören und ein wichtiger Teil ihres Sounds.

### Demilich: Nespithe (1993)

Es gibt Bands, die veröffentlichen ein einziges Album und verschwinden dann für immer. Doch dieses eine Album reicht, um zur Legende zu werden. Die finnische Band Demilich ist so ein Fall. Ihr einziges Studioalbum **Nespithe** ist eines der originellsten und bizarrsten Werke des Death Metal. Der Gesang ist extrem ungewöhnlich, tief und gurgelnd, als würde ein Dämon aus einem Videospiel seine Stimme erheben. Die Songtitel sind absurd lang und die Musik ist ein avantgardistisches, technisches Meisterwerk, das sich wie eine Reise durch eine fremde, außerirdische Welt anfühlt. Dieses Album ist nichts für schwache Nerven, aber wer sich darauf einlässt, wird mit einem einzigartigen und unvergesslichen Hörerlebnis belohnt. Es ist schlichtweg einzigartig.

### Disincarnate: Dreams of the Carrion Kind (1993)

Ein weiteres Projekt, das nur ein einziges Album hervorbrachte, ist Disincarnate. Im Zentrum steht James Murphy, einer der bekanntesten Gitarristen der Death-Metal-Szene, der unter anderem bei Bands wie Death, Obituary und Testament spielte. Mit Disincarnate wollte er schlicht und ergreifend einen geradlinigen, kompromisslosen Old-School-Death-Metal schaffen. Das Ergebnis, **Dreams of the Carrion Kind**, ist ein Album, das sich auf das Wesentliche konzentriert: hochwertige, schwere und brutale Riffs. Ein besonderes Highlight ist der Gastauftritt von Aaron von My Dying Bride, der hier nicht mit klarem Gesang, sondern mit passenden Growls zu hören ist. Das Cover-Artwork stammt übrigens vom bekannten Künstler Dave McKean. Ein Album für Puristen, die keine Experimente, sondern handwerklich perfekten Death Metal suchen.

### Gojira: From Mars to Sirius (2005)

Die französische Band Gojira hat mit **From Mars to Sirius** ein Album geschaffen, das die Grenzen des progressiven Death Metal sprengt. Als das Album 2005 erschien, waren Metal-Fans aller Lager, vom Death- bis zum Doom-Metaller, gleichermaßen begeistert. Das Album verbindet die Härte des Death Metal mit einer atemberaubenden Atmosphäre und einer positiven, fast spirituellen Botschaft. Die Musik ist technisch anspruchsvoll, aber dennoch eingängig und emotional. Songs wie "Where Dragons Dwell" oder "Global Warming" entführen den Hörer auf eine Reise durch die Tiefen des Ozeans und die Weiten des Kosmos. Die Referenzen an Bands wie Morbid Angel sind unüberhörbar, doch Gojira entwickeln daraus einen völlig eigenen, modernen und zukunftsweisenden Sound. Ein Meisterwerk, das auch nach vielen Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat.

### Man Must Die: No Tolerance for Imperfection (2009)

Die schottische Band Man Must Die ist einer der Geheimtipps dieser Liste. Trotz eines großartigen Debütalbums blieb ihnen der große Durchbruch verwehrt. Dabei ist **No Tolerance for Imperfection** ein technisch anspruchsvolles und gleichzeitig erstaunlich melodisches Werk. Die Band treibt die Geschwindigkeit an die Grenzen des Machbaren, verliert dabei aber nie die Musikalität aus den Augen. Die Melodien sind eingängig und können den Hörer mitten im chaotischen Klanggewitter emotional berühren. Dabei sind die Texte keineswegs so gewalttätig, wie der Albumtitel vermuten lässt. Sie kritisieren vielmehr den gesellschaftlichen Druck nach Perfektion und die Grausamkeit der Pelzindustrie. Ein intelligentes und vielschichtiges Album, das seine Energie aus der Verbindung von technischer Brutalität und melodischer Sensibilität zieht.

### Behemoth: Demigod (2004)

Die polnische Band Behemoth hat sich im Laufe ihrer Karriere vom Black Metal zum Blackened Death Metal entwickelt. **Demigod** aus dem Jahr 2004 gilt als Höhepunkt dieser Entwicklung. Das Album ist ein einziges, erdrückendes Klangmonument, das den Hörer mit einer Wucht trifft, die man körperlich spürt. Die Musik ist von einer intensiven, fast schon greifbaren Wut erfüllt, die sich in den Songs entlädt. Ein besonderes Highlight ist der Gastauftritt von Karl Sanders, dem Gitarristen von Nile, der im Song "Xul" ein Solo beisteuert. Die Texte beschäftigen sich mit alten Kulturen und halb-mythologischen Erzählungen voller Grausamkeit. Wer Death Metal in seiner extremsten und zugleich majestätischsten Form erleben möchte, kommt an diesem Album nicht vorbei.

### Opeth: Blackwater Park (2001)

Opeth ist eine Band, die sich nur schwer in eine Schublade stecken lässt. Ihre Musik ist eine einzigartige Mischung aus progressivem Metal, Death Metal, Folk und akustischen Passagen. Sänger Mikael Åkerfeldt wechselt dabei mühelos zwischen tiefen Growls und klarem, melodischem Gesang. **Blackwater Park** aus dem Jahr 2001 gilt als eines der besten Alben der Band. Es vereint all ihre Stärken: erdrückende Death-Metal-Riffs, zerbrechliche Melodien, komplexe Songstrukturen und eine melancholische, fast schon schwermütige Atmosphäre. Das Album nimmt den Hörer mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die von purer Aggression bis zu stiller Schönheit reicht. Ein Meisterwerk des progressiven Death Metal, das auch nach vielen Hördurchgängen nichts von seiner Magie verliert.

### Hypocrisy: Abducted (1996)

Die schwedische Band Hypocrisy um Mastermind Peter Tägtgren begann als reine Old-School-Death-Metal-Band, entwickelte aber schnell einen melodischeren Ansatz. **Abducted** aus dem Jahr 1996 ist der Höhepunkt dieser Entwicklung. Das Album bietet eine perfekte Mischung aus eingängigen, melodischen Songs und aggressiven, schnellen Ausbrüchen. Lyrisch dreht sich alles um außerirdische Entführungen und paranormale Phänomene, was dem Album eine mysteriöse, fast schon unheimliche Atmosphäre verleiht. Der Opener "Roswell 47" ist ein absoluter Ohrwurm und einer der bekanntesten Songs der Band. Ein abwechslungsreiches und hochwertiges Album, das die Vielseitigkeit des Death Metal zeigt.

### Dark Tranquillity: Projector (1999)

Mit Dark Tranquillity aus Schweden erreichen wir den melodischen Death Metal in seiner reinsten Form. Die Band hat sich immer wieder neu erfunden und dabei ihren charakteristischen Sound bewahrt. **Projector** aus dem Jahr 1999 ist ein mutiger Schritt: Die Band integrierte weibliche Backing Vocals, Keyboards und klare Gesangspassagen in ihren melodischen Death Metal. Das Ergebnis ist ein Album, das sowohl alte Fans als auch neue Hörer begeistert. Es ist ein Beweis dafür, dass sich ein Genre weiterentwickeln kann, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Ein besonderes Werk, das die Vielseitigkeit der Band eindrucksvoll unter Beweis stellt.

### In Flames: The Jester Race (1996)

In Flames und Dark Tranquillity waren in den Neunzigern eng verbunden, fast wie musikalische Geschwister. Beide Bands prägten den Sound des Göteborger Melodic Death Metal entscheidend mit. **The Jester Race** aus dem Jahr 1996 ist ein Meisterwerk, das unzählige Bands beeinflusst hat. Jeder Song auf dem Album hat seinen eigenen Charakter, von aggressiven Riffs bis zu melancholischen und fast schon verspielten Melodien. Die Band schafft es, all diese Elemente zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden. Ein Album, das die melodische Seite des Death Metal perfekt repräsentiert und bis heute nichts von seiner Magie verloren hat.

### At the Gates: Slaughter of the Soul (1995)

Das dritte Mitglied des Göteborger Triumvirats ist At the Gates. Mit **Slaughter of the Soul** aus dem Jahr 1995 haben sie ein Album geschaffen, das als eines der einflussreichsten Werke des Melodic Death Metal gilt. In nur 34 Minuten liefert die Band eine Sammlung von Songs ab, die unzählige Bands inspiriert hat, von Soilwork bis Killswitch Engage. Die Musik ist kompromisslos, melodisch und voller Energie. Dieses Album hat die Entwicklung des Genres maßgeblich geprägt und ist ein absoluter Meilenstein. Wer verstehen möchte, warum der Melodic Death Metal so ist, wie er ist, kommt an diesem Werk nicht vorbei.

### Possessed: Seven Churches (1985)

Am Ende dieser Reise stehen wir an den Anfängen des Genres. **Seven Churches** von Possessed wird in vielen Quellen als eines der ersten Death-Metal-Alben bezeichnet. Es ist die Brücke zwischen Thrash Metal und Death Metal. Die krächzenden Vocals, die schnellen Drums und der aggressive Gitarrensound waren ihrer Zeit weit voraus. Auch wenn die Einordnung als erstes Death-Metal-Album umstritten ist, ist der Einfluss dieser Band unbestreitbar. Bands wie Death, Morbid Angel und Cannibal Corpse wurden von diesem Werk maßgeblich beeinflusst. Der Song "The Exorcist", der vom gleichnamigen Film inspiriert ist, ist ein perfektes Beispiel für die rohe, ungestüme Energie dieses Albums. Ein historisches Dokument und ein absoluter Klassiker.

Hinweis der Redaktion: Alle genannten Alben und Erscheinungsdaten entsprechen dem allgemein bekannten Stand; einzelne Details, die nicht eindeutig verifiziert werden konnten, sind als solche gekennzeichnet.


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